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Kredit für Arbeitslose

Mann ist verzweifelt

Arbeitslose Menschen erhalten schwerer einen Kredit – Bild: © Korta – fotolia.com

Menschen, die arbeitslos bzw. arbeitssuchend sind erhalten nur schwer einen Bankkredit. Der Grund: Sie gelten für potenzielle Geldgeber als Risikogruppe, die während der Tilgung der Kreditschulden oftmals Probleme haben. Jedoch gab es in den vergangenen Jahren positive Entwicklungen. So gibt es mittlerweile auch Kreditmöglichkeiten für Arbeitslose. Auch wenn die maximal abrufbaren Darlehenssummen nicht mit den Summen vergleichbar sind, die Berufstätige erhalten können.

Arbeitslose brauchen für Kredit Mindesteinkommen

Vorausschauend planende Arbeitslose haben nicht in jedem Fall ein hohes Ausfallrisiko für die Geldgeber. Allerdings sollte eine gewisse wirtschaftliche Mindestanforderung erfüllt sein. Wer weniger als 500 Euro vom Amt erhält, kann sich einen Kreditantrag bei den meisten Banken sparen. Dennoch: Es gib am Markt auch wenige seriöse Kreditanbieter, die Arbeitslosen ein kleines Darlehen vergeben. Der Begriff „seriös“ ist deshalb wichtig, weil sich am Kreditmarkt zahlreiche Kreditgeber tummeln, die die Notlagen der Kunden ausnutzen. Dies erkennen Verbraucher unter anderem an überdurchschnittlichen effektiven Kreditzinsen pro Jahr sowie möglichen Kosten, die sie im Voraus zahlen sollen.

Ausfallrisiko bei Arbeitslosen führt zu höheren Kreditkosten

Menschen, die auf der Suche nach einem Kredit sind, sollten vor allem bei einem Begriff vorsichtig werde: Kredite ohne Schufa. Zum einen, weil Anbieter solcher Finanzierungsmodelle eigentlich immer aus dem Ausland stammen. Der offensichtlichste Grund liegt auf der Hand. Deutsche Banken und Plattformen für die Vermittlung von Darlehen für Arbeitslose sind an die Prüfung der Kreditwürdigkeit gebunden. Dies bedeutet nichts anderes als die Bindung an die Prüfung des persönlichen Bonitäts-Scores über eine Anfrage bei der Schufa oder eine andere Auskunftei. Die Schufa wird in diesem Punkt meist erwähnt, weil sie die größte Auskunftei im deutschsprachigen Raum ist und dementsprechend meist die Hauptrolle bei der Bonitätsprüfung spielt. Tauchen im Schufaregister zu viele „Altlasten“ auf, kann dies zwei Szenarien zur Folge haben:

  1. höhere Kreditzinssätze
  2. eine Ablehnung des Kreditwunschs

Auch eine geringere maximale Kreditsumme kann das Ergebnis einer solchen Abfrage sein, weil die – logischerweise eher geringen Einkünfte arbeitsloser Antragsteller oder bereits existierende Verbindlichkeiten – gegen einen hohen Finanzierungsbetrag sprechen.

Geld bei Arbeitslosen muss für Kredittilgung reichen

Es ist nicht davon auszugehen, dass Arbeitslose hohe monatliche Kreditraten dauerhaft fristgerecht zahlen können. Gegen einen Kleinkredit hingegen spricht in vielen Fällen wenig, wenn bisher keine negativen Einträge bei Schufa und Co. vorliegen. Die Darlehenssumme sollte nur so hoch ausfallen, dass die Tilgung dauerhaft gewährleistet ist. Und zwar selbst dann, wenn mal unerwartet höhere Monatsausgaben anfallen. An diesen Aspekt sollten dabei nicht nur Banken und andere Geldgeber, sondern auch die Antragsteller denken.

Arbeitslose sollten Konsumkredite meiden

Nicht jeder Kredit ist zwingend notwendig. In diesem Zusammenhang meinen wir vorrangig den Ratenkredit, der dem reinen Konsum dient und nicht aufgrund der individuellen Lage zwingend erforderlich sind. Manchmal ist es empfehlenswerter, langfristig Geld anzusparen, um sich nicht zusätzlich zu verschulden. Diese Aussage trifft letztlich auf alle Anschaffungsziele hin, die nicht dringend sind und deshalb einen Aufschub dulden. Anders verhält sich die Lage, wenn Sie schnellstmöglich aktiv werden müssen. Zum Beispiel, wenn Ihr Kfz einer Reparatur bedarf und der Wagen für die Bewältigung unverzichtbar ist.

Umschuldungen – Kredit für Arbeitslose zur Kostensenkung

Mann hat nur noch wenigen Euro in der Tasche

Kredit für Arbeitssuchende kann letzte Option sein – Bild: © lalalululala – fotolia.com

Wer etwa Altlasten vorweist, kann durch einen Umschuldung die laufenden Kostensc senken, wenn vorhandene Kreditraten und -zinsen schlicht zu teuer sind. Dies kann passieren, wenn zwischenzeitlich mehr oder weniger Geld für die Rückzahlung vorhanden ist oder sich die Lage am Kreditmarkt merklich verändert hat. In Zeiten der EZB-Niedrigzinspolitik beispielsweise tilgt mancher arbeitslose Kreditnehmer Darlehen, deren Jahreseffektivzinssatz deutlich über dem momentanen Zinsniveau liegt. Hier ist eine Umschuldung fast immer sinnvoll– auch ohne eine feste Anstellung. Denn gerade in solchen Situationen fehlt es an der nötigen finanziellen Existenzgrundlage.

Was passiert, wenn Banken Geld frühzeitig zurückverlangen?

Es gibt noch weitere Fälle, weshalb Arbeitslose einen Kredit benötigen können. Sollte es zum Ernstfall der vollständigen Rückforderung durch den bisherigen Kreditnehmer kommen (vielleicht, weil Darlehen aus einer abhängigen Beschäftigung beantragt wurden, sich aber die Lage zum Negativen verändert hat), kann der Finanzierungswunsch ebenfalls auftreten. Und zwar akut, weil binnen kürzester Zeit die gesamt Restschuld zurückgezahlt werden muss. Eine solch gravierende Veränderung des Berufsstatus muss laut Kreditvertrag übrigens unbedingt der Bank gemeldet werden. Auch im Falle einer langwierigen Erkrankung und Berufsunfähigkeit sollte der Kontakt zur geldgebenden Bank aufgenommen werden, um Rücksprache zu möglichen notwendigen Anpassungen der Bedingungen zu halten.

Ungeachtet des Grundes sollten gerade arbeitslose Verbraucher wissen, worauf es zu achten gilt, bevor ein neuer Kreditvertrag verbindlich unterzeichnet wird. In jedem Fall ist die Situation der Beantragung aus einer Arbeitslosigkeit heraus ein ernstes Problem. Was nicht heißen muss, dass die Anforderungen durch Geldgeber so hoch gesetzt werden, dass eine Finanzierung überhaupt nicht möglich ist. Wie immer gibt es Mittel und Wege, um auch Kredite für Arbeitslose zu bekommen.

Darlehen ohne Bonitätsprüfung ist kritisch

Dass Sie auch ohne eine abhängige Beschäftigung Kredite erhalten können, liegt unter anderem daran, dass online mit der Zeit diverse neue Dienstleister entstanden sind, die genau diesen Kundenkreis für sich entdeckt haben. „Schufafreie Darlehen“ sind ein solches Modell. Auch der Name „Schweizer Kredit“ ist hier zu nennen. Dabei handelt es sich im normalen Fall um Angebote, die von Banken und anderen Anbietern aus dem (europäischen) Ausland stammen. Denn dort ist die Abfrage der Bonität nicht per Gesetz vorgeschrieben. Aufmerksamkeit ist von Lesern der Kreditbedingungen gefragt, weil im Ausland eventuell Entgelte wie Vorfälligkeitsgebühren oder Bearbeitungsgebühren an der Tagesordnung sein können, welche hierzulande nicht zugelassen sind.

→ Allerdings: Deutsche Banken dürfen ebenfalls bei vorzeitiger Ablösung der Restschuld Gebühren erheben!

In Deutschland liegen die Kosten für ein solches Vorgehen jedoch bei meist etwa 1,00 %, während es bei Auslandsbanken teurer werden kann. Auch für mögliche Sondertilgungen, sogar für die normale Antragsprüfung dürfen in anderen Staaten von Anbietern zum Teil Gebühren erhoben werden. Auch dies spricht eher gegen Darlehen ausländischer Institute. Zumal der heimische Markt ohnehin im Prinzip für jede Zielgruppe Produkte bereithält. Die Rahmenbedingungen und Lebensbedingungen entscheiden, ob Sie einen Kredit für Arbeitslose bekommen werden und überhaupt aufnehmen sollten.

Banken setzen unterschiedliche hohe Mindesteinkünfte voraus

Was die Namensgebung angeht, können Kredite für Arbeitslose durchaus unter verschiedenen Begriffen geführt werden. „Darlehen trotz Arbeitslosigkeit“, „Arbeitslosenkredit“ oder „Kredite ohne Schufa“ sind nur drei mögliche Namen für ein und dasselbe. Der Name ist aber nicht entscheidend. Wichtig sind die Bedingungen, unter denen Vermittler, Banken und andere Plattformen im Internet derartige Finanzierungen anbieten. Parallelen ergeben sich bei vielen Offerten im Hinblick auf das monatliche Einkommen. So werden bei Portalen wie Maxda Mindesteinkünfte von 1.000 bis 1.200 Euro monatlich vorgegeben, damit Sie einen Kredit erhalten können. Solche Beträge sind bei entsprechenden Einkünften wie (Kindes-) Unterhalt auch erreichbar, wenn Sie eigentlich keiner geregelten Tätigkeit nachgehen. Bedenken sollten Kreditnehmer dabei, dass gerade der Unterhalt auf die normale Existenzsicherung abzielt. Insbesondere wenn es um Geld für den Nachwuchs geht.

Dies gilt im gleichen Maße für Kindergeld. Andere Banken stellen (deutlich) höhere Ansprüche, vor allem bei größeren Kreditbedarf. Hier sind arbeitslosen Kreditnehmern meist recht klare Grenzen gesetzt.

Arbeitslosengeld ist kein „Einkommen“

Die genannten Zahlungen sollten nicht dazu verleiten, als festes Einkommen und Grundlage für den Kredit für Arbeitslose zu dienen. Aber: Die meisten Portale und Webseiten von Banken rechnen solche Leistungen gar nicht erst in die regelmäßige Bezüge mit ein. Anders verhält sich die Lage, wenn Erwerbslose anderweitige Einkünfte vorweisen können. So unwahrscheinlich dies für manchen Antragsteller sein mag: Arbeitslosigkeit bedeutet nicht automatisch, dass potenzielle Darlehensnehmer nicht im Einzelfall Geld durch Verpachtung oder Vermietung beziehen oder Renditen aus Geldanlagen realisieren. Solche Eingänge auf dem Bankkonto werden von Banken beim Kredit für Arbeitslose selbstredend als regelmäßige und sichere Einkommen gewertet und können die Erfolgsaussichten erhöhen.

Das große Aber: Wer ausreichend hohe Einkünfte aufweist, wird beim Amt oft kein Geld erhalten, sodass die besagten Gelder der normalen Lebenssicherung dienen müssen.

Eine Ausnahme stellt etwa Arbeitslosengeld I dar, denn hier sind für die Zahlungen die bisherigen Einkommen relevant, Rücklagen werden hingegen bei Hartz IV auf die Ansprüche angerechnet.

Chancen durch Darlehen mit einem Mitantragsteller

Arbeitslose, die mehr oder weniger dringend einen Kredit benötigen, können sich in eine bessere Ausgangssituation bringen, wenn sie einen zweiten Kreditnehmer in den Antrag einbringen können. Hier muss stets die Frage gestellt werden, wie es um die jeweiligen Umstände im Leben steht. Gemeint ist an diesem Punkt die Frage, ob Sie als Haushaltsgemeinschaft bei Ansprüchen Behörden gegenüber beide Einkommen angeben müssen. Dies hat nicht nur zur Folge, dass geringere Gelder vom Staat fließen. Im positiven Sinne kann sich ein zweites Einkommen in erheblichem Maße auf die Chancen auswirken, einen Kredit für Arbeitslose zu erhalten. Bevor wir im weiteren Verlauf auf die genauen Konditionen beim Arbeitslosenkredit eingehen, möchten wir vorab einen Sonderfall behandeln: das Darlehen für Arbeitslose vom Amt.

Kredit für Arbeitslose von der ARGE

Je nachdem, in welcher Situation sich Empfänger von Sozialleistungen befinden, können Kredite für Arbeitslose von der Agentur für Arbeit eine Option sein. Entscheidend ist in einem solchen Fall die individuelle Situation. Gibt es existentielle wirtschaftliche Probleme, besteht die Aussicht, Darlehen vom zuständigen Amt zu erhalten. Zwar müssen auch solche Gelder zurückgezahlt werden. Jedoch fallen die monatlichen Belastungen zumeist gering aus, da die zuständige Behörde dazu verpflichtet ist, Kreditraten (aber auch die Darlehenssummen) finanzierbar zu halten. Denn nur so können Engpässe tatsächlich überbrückt werden, ohne dass Nutzer eines solchen Kredits für Arbeitslose endgültig zahlungsunfähig werden. Gerade bei einem Umzug in eine angemessen große Wohnung kann diese Finanzierung günstiger als eine Finanzierung einer Bank oder Vermittlers sein.

Abwägen sollten Kreditnehmer in spe dennoch, denn auch bei solchen Optionen kosten Darlehen Geld. Nichtsdestotrotz kann ein derartiger Weg der einzig mögliche sein, wenn Banken keinen Kredit an Arbeitslose vergeben wollen. Überlegen sollten sich Interessenten selbst, ob es wirklich ein Kredit vom Amt sein sollte. Eben weil jeder Kredit getilgt werden muss. Bei der Behörde handelt es sich zudem oft um Vorschüsse, die zukünftige Ansprüche reduzieren oder laufende Kosten letztlich ebenfalls steigen lassen können. Alles in allem erhalten Empfänger von ALG I und II oder anderen Leistungen auf diesem Wege im Normalfall höchstens ein paar hundert Euro.

Arbeitslosenkredit mit Bürgen?

Sie wissen nicht, wie Sie Ihre Aussicht auf Erfolg beim Kredit für Arbeitslose steigern können? Ein zweiter Antragsteller ist nur eine Möglichkeit. Auch Bürgschaften stellen eine Option dar. Die Antragstellung mit einem Bürger oder einer Bürgin weist einen erheblichen Unterschied zum oben genannten Darlehen zu zweit auf. In diesem besonderen Fall haftet der zweite Kreditnehmer für einen möglichen Ausfall des ersten Kunden, der das Darlehen für Arbeitslose beantragt – trotz fehlender Kreditwürdigkeit und Gelder für die Begleichung der Finanzierungsschuld. Wobei nicht in jedem Fall gesagt ist, dass arbeitslosen Darlehensnehmern die Liquidität fehlt. Denn es gibt durchaus Kreditnehmer, die über ausreichend Rücklagen verfügen, um einen Kredit über mehrere Jahre zu tilgen.

Dies kann passieren, wenn Reserven in langfristigen Geldanlagen investiert wurden, die nicht ohne Weiteres ausgezahlt werden können. Einen Unterschied gibt es zwischen Anlageklassen wie Festgeld und Aktien. Im ersten Fall kann Kapital über Jahre festgeschrieben sein, während Aktionäre vielleicht eher aus Mangel an Rendite auf Verkäufe verzichten möchten. Hat das Amt in einem solchen Zusammenhang ein Mitspracherecht, müssen Einlagen oft trotzdem in Bargeld umgewandelt werden.

Anforderungen bei Bürgschaftsdarlehen und Krediten für zwei Personen

Wie kaum anders zu erwarten, sollten Bürgen und Mitantragsteller in einer besseren Situation stecken, als die Personen, die beim Kredit für Arbeitslose auf die Hilfestellung angewiesen sind. Und selbstverständlich verlassen sich Arbeitslosenkredit-Anbieter nicht allein auf die Angaben der Empfänger solcher Darlehen. Sie verlangen Nachweise zur Richtigkeit der übermittelten Informationen. In den beiden genannten Fällen müssen die angefragten Dokumente gleich in doppelter Ausführung zwecks Prüfung an Kreditanbieter gesendet werden. Zu den Erfordernissen gehören in erster Linie diese:

  1. Zustimmung zur Prüfung der Bonität → üblicherweise durch die Schufa-Abfrage
  2. Zurverfügungstellung von Einkommensnachweisen → mittels Lohnabrechnung, Steuerklärung oder durch Kontoauszüge
  3. Nachweis des Wohnsitzes (durch Versorgerabrechnungen)
  4. Volljährigkeit der Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer
  5. deutsches Bankkonto für die Auszahlung und Ratenzahlung
  6. Bescheide der Agentur für Arbeit

Diese fünf Punkte bilden recht gut die Anforderungen an Darlehensnehmer ab, die einen Kredit für Arbeitslose in Anspruch nehmen möchten. Für den Fall, das Bürgen oder Mitantragsteller selbstständig oder freiberuflich tätig sind, dienen die besagten Kontoauszüge (zum Teil für bis zu drei Jahre rückwirkend) zur Ermittlung eines durchschnittlichen Einkommens. Ein Hindernis auf dem Weg zum gemeinsamen Darlehen ist eine zu kurze selbständige Tätigkeit; gleiches gilt für Darlehen, bei denen Bürgen oder zweite Kreditnehmer noch in der Probezeit sind oder ein lediglich ein befristetes Arbeitsverhältnis vorweisen können. Hier wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zum Abschluss eines Kreditvertrags kommen. Schlechten stehen die Chancen ebenfalls, wenn ein oder beide Kreditnehmer negative Schufa-Einträge aufweisen. Sicherheiten wie ein Kfz oder Immobilienbesitz können eine Grundlage für Finanzierungen ohne den Nachweis eines festen Arbeitsverhältnisses sein.

Unseriöse Kreditanbieter vermeiden

Wie erkenne ich seriöse Anbieter von Arbeitslosenkrediten? Grundsätzlich sollten seriöse Kreditanbieter auf Vorkosten bei der Kreditaufnahme verzichten. Generell erheben seriöse Kreditplattformen oder Filial- und Direktbanken für unverbindliche Anfragen keinerlei Entgelte. Mit bedingt höheren Kreditzinsen müssen sich arbeitslose Kunden im Einzelfall abfinden. Zum Opfer einer Zins-Abzocke sollten sie aber auf keinen Fall werden. Die Vermittler-Webseiten wie Maxda oder Bon-Kredit überzeugen nicht zuletzt dadurch, dass vielfach mit „Schufa-Neutralität“ geworben wird.

Dies bedeutet:

Die Kreditwürdigkeit wird geprüft, Auswirkungen auf die Bonität haben Anfragen aber nicht! Sind Kreditplattformen als schufaneutral erkennbar, ist dies gerade für Arbeitssuchende ein Vorteil.

Als seriös zeichnen sich Anbieter von Krediten für Arbeitslose ebenfalls aus, wenn sie ganz unmissverständliche Details zum realistischen Kreditzins bekanntgeben. Die in Deutschland geltend Verbraucherkreditrichtlinie schreibt verbindlich eine 2/3-Regelung für Produktbeschreibungen vor. Diese Vorgabe verlangt, dass Banken bei Darlehen nur mit Zinssätzen werben dürfen, die für wenigstens zwei von drei künftigen Kreditnehmern erreichbar sind nach Prüfung aller Unterlagen und Schufa-Abfrage. Selbstverständlich greift die Richtlinie auch bei Krediten für arbeitslose Kunden.

Zwei Zinsmodelle bietet der Markt, die auch bei Arbeitslosenkrediten gebräuchlich sind:

  • bonitätsabhängige Verzinsungen
  • festverzinste Darlehen

Aufgrund der komplizierten finanziellen Situation vieler Arbeitsloser scheinen festverzinste Angebote auf den ersten Blick vielleicht als ideale Lösung, weil die Kreditwürdigkeit hier keinen Einfluss auf die jährlichen Effektivzinssätze hat. Letztlich kann auch aber nur der Kreditanbieter Vergleich ans Licht bringen, welche Finanzierung als Kredit für Arbeitslose am besten geeignet sind. Pauschale Empfehlungen sind eben wegen der individuellen Situationen nicht formulierbar. Fällt der Zinsbereich bei bonitätsabhängigen Kreditmodellen selbst nach Bonitätsprüfung besser aus, spricht nichts gegen diese Variante. Eine grundsätzlich offene Informationspolitik auf Seiten der Geldgeber spricht ebenfalls für Seriosität.

Wie hoch kann ein Kredit für Arbeitslos sein?

Da der Kredit für Arbeitslose ohnehin von vielen Experten schon als kritisch bewertet wird, sollten Sie die Kreditsummen im eigenen Interesse möglichst gering halten. Je mehr Geld Sie beantragen, desto höher die Kreditrate pro Monat. Und mit Arbeitslosengeld I (60 Prozent vom vorherigen Einkommen) ist die Finanzierung der Lebenshaltungskosten an sich schon schwierig. Kreditraten von 100 Euro und mehr kann sich bei solchen Budgets niemand leisten. So oder so setzen umsichtige Banken den Spielraum für Arbeitslosendarlehen von sich aus bereits eher gering an. Mehr als einen Kleinkredit im Rahmen von 500 bis 5.000 Euro (Ausnahmen bestätigen die Regel) erhalten Kunden ohne feste Anstellung höchstwahrscheinlich nicht. Ob Sie überhaupt einen Kredit ohne Arbeit beantragen sollten, will wohl überlegt sein.

Geht es Ihnen um den reinen Konsum, spricht dies gegen ein Darlehen. Müssen wichtige Reparaturen im Haushalt oder am Kfz durchgeführt werden? Fehlt das Geld für die Finanzierung der Klassenfahrt für den Nachwuchs? Oder benötigen Sie einen neuen PC, um online auf Jobsuche zu gehen? In solchen Fällen mag der Kredit für Arbeitslose die angemessene Lösung sein. Nehmen Sie sich auf jeden Fall genug Zeit für den Kreditvergleich.

Nochmals sein zum Schluss gewarnt: Alles, was nach eingehender Prüfung nicht wirklich nötig ist, sollte auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, wenn Sie wieder eigenes Geld verdienen.

Privatkredite für Arbeitslose als besserer Weg?

Privatkredite können auf zwei unterschiedlichen Wegen abgerufen werden. Der einfachste Weg ist fraglos ein zinsloses Darlehen von Verwandten oder Freunden. Dieser Ansatz ist meist besonders unbürokratisch, allerdings ist die Geldleihe im familiären Umfeld vielen Menschen eher unangenehm. Im Freundeskreis fällt die Bitte um Geld noch schwerer. Kreditbörsen wie auxmoney können Abhilfe schaffen. Zwar ist die Prüfung der Kreditwürdigkeit auch hier gegeben. Jedoch können Antragsteller ihren Finanzierungswunsch bei vielen dieser Plattformen eigenständig formulieren und zudem den Kreditzins pro Jahr selbst angegeben. Wer für diese Art Arbeitslosenkredit mehr zu zahlen bereit ist, erhöht die Vergabechancen. Die Gelder stammen von einer Gruppe Nutzer, die in den Portalen vor dem Hintergrund der derzeit niedrigen Anlagezinsen zu Recht eine lukrative Geldanlage sehen.

Welche Zusatzleistungen sollte beim Kredit für Arbeitslose beinhalten?

Wichtig ist bei der Planung einer Finanzierung, dass Kunden nicht nur an heute denken. Idealerweise wird sich die finanzielle Lage durch eine zeitnahe Berufstätigkeit positiv verändern. Auf solche Momente sind Sie gut vorbereitet, wenn Sie kostenlose Sondertilgungen vornehmen können, um Ihre Restschuld zu senken. Können Kredit die Gesamtschuld kostenfrei vorfällig – also vor dem eigentlich festgelegten Laufzeitende – ablösen, ist dies ebenfalls vorteilhaft und kundenfreundlich. Erfreulich ist es zudem, wenn Sie Kreditraten flexibel anpassen können, falls Sie endlich wieder berufstätig sind und das Einkommen eine schnellere Tilgung des Darlehens erlaubt. Der Vollständigkeit halber sei letztlich ebenfalls erwähnt, dass manche Bank auch Stundungen und Senkungen der monatlichen Kreditraten erlaubt, sollten die Geldprobleme zwischenzeitlich größer werden.

War die einzige Alternative für den Kredit für Arbeitslose ein recht teures Produkt, können Sie nach dem Wiedereinstieg ins Berufsleben die Zinsen durch eine Umschuldung zu eigenen Gunsten sinken lassen. Denn eine Kompletttilgung auf einen Schlag ist auch beim eher gering angesetzten Arbeitslosenkredit nicht immer praktikabel.