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Restschuldversicherung

Absicherung für die Familie
 
Etliche Kreditmodelle sind in den vergangenen Monaten der Wirtschaftskrise deutlich günstiger geworden. Dies liegt vor allem daran, dass die Banken sich an den Zinsvorgaben der Europäischen Zentralbank orientieren, wenn es um die Festlegung der aktuellsten Zinssätze geht. Diese Erkenntnis stellt sich für die Verbraucher zunächst einmal grundsätzlich sehr positiv dar.

Jedoch bringt die bestehende Wirtschaftskrise nicht nur Vorteile für die potentiellen Kreditnehmer. So ist es in der jetzigen Phase zwar in vielen Fällen weitaus günstiger einen Kredit zu nutzen. Doch die Anforderungen der Banken und Kreditinstitute, die einem zügigen Vertragsabschluss für ein neues Darlehen im Wege stehen, sind bedingt durch die steigenden Kreditausfälle bei Privatkunden und Unternehmen gravierend angestiegen.
 
Dies ist vor allem beim Wunsch nach einem Immobiliendarlehen gang und gäbe, immerhin liegen die Kreditsummen bei Krediten dieser Art zur Finanzierung des Kaufs von Wohneigentum oder den Neubau deutlich über den sonst üblichen Summen, die etwa als Konsumkredit gewährt werden von Kreditinstituten.

 
Historischer Hintergrund des Modells Restschuldversicherung
 
Immer öfter werden als Sicherheit von Banken so genannte Restschuldversicherungen eingefordert bzw. als möglicher Schutz angeboten. Auf diesem Wege erhalten auch Antragsteller die Chance auf ein erhofftes Darlehen, denen es sonst an Sicherheiten mangelt. Rein historisch betrachtet existiert die Restschuldversicherung in Deutschland bereits seit rund 50 Jahren, während sich in den Vereinigten Staaten bereits Mitte des vergangenen Jahrhunderts erste Modelle dieser Versicherungspolicen finden ließen.
 
Ihrer Art nach handelt es sich bei der Restschuldversicherung um eine Absicherungsmodell, das in erster Linie dazu dient, Kreditnehmer – und mehr noch die Angehörigen – gegen unerwartete Erkrankungen, eine drohende Arbeitslosigkeit und einen möglichen Todesfall wirtschaftlich abzusichern. Der Todesfallschutz richtet sich natürlich an die Hinterbliebenen, die im Ernstfall für laufende Kreditkosten aufkommen müssten. Hierbei dienen die Restschuldversicherungen als eine Art Risikolebensversicherungen, die dafür sorgt, dass die Hinterbliebenen den bisherigen Lebensstandard halten können. In Familien etwa, in denen der Partner oder die Partnerin eines Kreditnehmers nicht berufstätig ist, stünde sonst unweigerlich der Verkauf der finanzierten Immobilie bevor. Sinnvoll kann die Restschuldversicherung jedoch auch als Police für den Partner sein.
 
Die Erklärung ist logisch: Betreute der Partner des Kreditnehmers bisher den Nachwuchs, kann nach einem Unfall oder bei einer Erkrankung möglicherweise ein Teil des Einkommens wegfallen, weil der Kreditnehmer selbst für die Kinder sorgen muss aufgrund eines Todesfalls oder einer gesundheitlichen Einschränkung des Partners. Erst in zweiter Linie war die Restschuldversicherung anfangs als tatsächliche Kreditsicherung für die Anbieter der verschiedenen Darlehen ins Leben gerufen worden. Der Verbraucherschutz hatte lange Zeit Priorität und steht rechtlich bis heute im Mittelpunkt der Police.
 
Wie der Name der Police bereits erkennen lässt, ist die Basis der Versicherungsleistung die Übernahme der restlichen Schuld aus einem verwendeten Kredit. Diese wird dann von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft getragen, wenn einer der vertraglichen Ausnahmefälle eintritt. Der integrierte Schutz gegen Arbeitslosigkeit und Krankheit ist dabei zwangsläufig gerade in der jetzigen wirtschaftlichen Situation meist entscheidender.
 
Zu wissen gilt es für Versicherungsnehmer: Während im Falle des Ablebens des oder der Versicherten die gesamte Restschuld übernommen wird, erfolgt in den beiden anderen Haftungsfällen üblicherweise die Zahlung der vereinbarten monatlichen Raten durch die Versicherungsgesellschaft, die eine Restschuldversicherung anbietet. Wenn ein Versicherungsnehmer hingegen die gesamte Dauer der Versicherung überlebt, sind Auszahlungsfälle eher eine Ausnahme. In der Regel bekommen Versicherte bei der Risikolebensversicherung kein Geld aus ihrer Police, auch wenn diese Versicherungsform grundsätzlich an eine Risikolebensversicherung erinnert. Positiv verhält es sich wegen dieser Tatsache indes bei den kalkulierten Kosten für die Restschuldversicherung. Weil hier keine Kapitalanhäufung als Fundament vorgesehen ist, sind die Beitragszahlungen fast immer überschaubar hoch. 
 
Berechung und Vermittlung der Restschuldversicherung
 
Viele Banken haben es sich inzwischen zur Aufgabe gemacht, ihren möglichen Kreditnehmern auf direktem Wege die Vermittlung einer Restschuldversicherung anzubieten. Aufgrund der freiwilligen Abschlussmöglichkeit, die für diese Policen vorliegt, sind Kunden aber nicht gezwungen, sich auf die speziellen Angebote einzulassen. Alternativen können verwendet werden, auch die Ablehnung ist möglich, wenngleich dies vielfach den Kreditwunsch zunichte machen wird, weil die restlichen Sicherheiten dem Kreditgeber vielleicht nicht ausreichend erscheinen.
 
Prinzipiell sind die Kosten für die Restschuldversicherung eher gering im direkten Vergleich mit vielen anderen Policen. Als grundsätzliche Aussage kann dies jedoch nicht gelten, sondern eher als Statement bezüglich der typischen Musterbeispiele aus diesem Bereich des Versicherungswesens. Denn wie eigentlich immer entscheiden auch die hier die üblichen persönlichen Angaben über die zu erwartenden Versicherungskosten. Geschlecht, Alter und insbesondere die gesundheitliche Verfassung der Versicherten samt gewünschter Versicherungssumme bilden die Basis für die letztendlichen Kosten der Policen. Anders als bei vielen anderen Versicherungsmodellen kommt weiblichen Kreditnehmern in dieser Sache die höhere Lebenserwartung zugute, während Männer höhere Beiträge übernehmen müssen. Wichtig für die Verbraucher: Verschweigen Sie bei der Gesundheitsprüfung keine wichtigen Details. Falschaussagen zum eigenen Gesundheitszustand könnten sich negativ auswirken, wenn sie später ans Tageslicht kommen. Im schlimmsten Falle könnte es zu einer fristlosen Kündigung kommen.
Auswirkungen haben vor allem auch Vorerkrankungen auf den Abschluss der Restschuldversicherung. Schlimmstenfalls werden Versicherungen je nach Krankheitsbild den Abschluss der Versicherung ablehnen. Zusätzlich entscheidend für die Festlegung der Beitragshöhe ist die Kredit-Laufzeit, auf die eine Restschuldversicherung auszurichten ist. Unterschiede zwischen den Kosten bei verschiedenen Modellen entstehen ebenfalls durch die Kreditsummen. Bei geringeren Kredithöhen (etwa bei einem Ratenkredit und anderen Darlehen mit geringem finanziellem Ausmaß) werden vielfach Einmalzahlungen für die Restschuldversicherung fällig. Bei anderen Formen (Kredite im Revolving-Modell) erfolgen sukzessive Berechnungen der tatsächlichen Kredithöhe, anhand derer Monat für Monat die Kosten kalkuliert werden. 
 
Zum Thema Kosten für die Restschuldversicherung: Auch ist es absolut ratsam für die Kreditnehmer, sich mit möglichst vielen Angeboten auseinander zusetzen. Denn die Kosten unterscheiden sich in vielen Fällen deutlich. Dies hat einmal mehr bei den langfristigen Krediten Gültigkeit. Mit einer guten Auswahl der Restschuldversicherung lassen sich jährlich etliche Hundert Euro einsparen.
 
Kostenkontrolle – Problematisch bei der Restschuldversicherung?
 
Das Erkennen der eigentlichen Kosten gestaltet sich bekanntermaßen bei etlichen Versicherungen im Vorhinein für die Versicherungsnehmer komplizierter als erwünscht. Die scheint bei den Restschuldversicherungen für viele Kreditnehmer vor allem aus einem Grund so: Die Kreditinstitute unterliegen bis dato keiner rechtlichen Vorgabe, die sie zwingt, die Kosten auch als Kostenpunkt im effektiven Jahreszins für die Kredite auszuweisen. Dies ergibt sich aus der Beschaffenheit der Restschuldversicherung als Police mit freiwilligem Charakter. Wer sich Restschuldversichern möchte, muss also genau hinsehen, um zu erkennen, welche Kosten bei den Krediten durch welche Aspekte entstehen.
 
Manche Bank nutzt diese Gelegenheit des gleichzeitigen Angebotes einer Restschuldversicherung über einen Partner aus dem Versicherungssektor, um indirekt die Kreditkosten zu verschleiern und weniger transparent zu machen für die potentielle Kundschaft. In den Werbebotschaften wirkt es übrigens dennoch allzu häufig so, als wäre die Bewilligung eines Kredites ohne Restschuldversicherung kaum mehr möglich. Gerade auf diesen Punkt weisen Verbraucherschützer und unabhängige Versicherungsexperten immer wieder hin. Die Ausrichtung als freiwillige Absicherung bringt den Kreditnehmern jedoch auch einen Vorteil. Wer nämlich bereits eine Zusatzpolice sein Eigen nennt für die Darlehensicherung, kann nach Kreditabschluss von seinem 30-tätigen-Widerrufsrecht der Restschuldversicherung Gebrauch machen. Und das ohne Rücknahmemöglichkeit für den Kreditgeber.
 
 
Varianten der Restschuldversicherung
 
Auf dem Markt finden sich heute unterschiedliche Modelle der Restschuldversicherung. Empfohlen wird von Experten vielfach die Version, bei der sich die individuelle Leistung der Police am Tilgungsplan des Kredites selbst orientiert. So wird in jedem Fall dafür Sorge getragen, dass die gesamte Restschuld im Ernstfall übernommen wird durch die Versicherung. Aufgrund der sinkenden Laufzeit und der sich verändernden Kreditsumme bei fortschreitender Tilgungssumme variieren dementsprechend auch die Beiträge für die Restschuldversicherung. Angenehm kann sich dies etwa nach geleisteten Sondertilgungen auswirken, weil die Restschuld möglicherweise gravierend sinkt.
 
Ist die Restschuldversicherung unbedingt notwendig?
 
Unvorhersehbare Ereignisse, die schwerwiegende Veränderungen im Leben nach sich ziehen, sollten unbedingt beim Abschluss von Krediten berücksichtigt werden, gerade bei Kreditmodellen wie Immobilienkrediten mit hohen Summen. Sorgen um eine mögliche Erkrankung – oder vor allem die Angst vor der Arbeitslosigkeit – können in gewisser Weise ihren Schrecken verlieren, wenn sichergestellt ist, dass die Kreditkosten über eine Police abgedeckt werden im Fall der Fälle. Doch nicht immer muss es zwingend eine Restschuldversicherung sein, alternativ kann je nach persönlicher Situation eine bestehende Lebensversicherung zur Absicherung (und als Sicherheit im Kreditgespräch) ausreichend sein. 
 
Wird jedoch eine Restschuldversicherung ausgewählt, die in Kombination mit dem ersehnten Baukredit abgeschlossen werden soll, gilt es für die Kredit- und Versicherungsnehmer eine gezielte Abstimmung zu erreichen. Eine Police, bei der die Versicherungssumme in gleich bleibenden Schritten nach und nach sinkt, ist eher nicht passend. Schlimmstenfalls fehlen sonst bei einem Todesfall wichtige Gelder, um die Restschuld aus dem bestehenden Kredit begleichen zu können.
 
Wer als Kreditnehmer jedoch die Entscheidung zugunsten einer Restschuldversicherung trifft, sollte von seinem Recht der freien Wahl Gebrauch machen. Seriöse Kreditanbieter bieten ihren Kunden in spe die Möglichkeit, die für sie beste und Idealerweise günstigste Restschuldversicherung auswählen zu können. Der Abschluss über die entsprechende Bank ist also nicht notwendig. Die Hauptsache ist die Einsicht, dass gerade bei der heutigen Wirtschaftslage alle nur denkbaren Vorkehrungen zur finanziellen Sicherheit ausgeschöpft werden sollten, um der eigenen Familie den bestmöglichen Schutz bieten zu können.
 

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