VISA gibt mehr Kreditkarten aus als MasterCard
05.02.2010 - VISA gibt mehr Kreditkarten aus als MasterCardKreditkarten werden gemeinhin und ein wenig abwertend als „Plastikgeld“ bezeichnet. Vom Prinzip her trifft der Begriff allerdings zu: Denn mit der kleinen, bunten Plastikkarte ist man in finanziellen Belangen weltweit äußerst flexibel unterwegs. Karte in ein Terminal stecken oder durch ein Ritsch-Ratsch-Gerät ziehen lassen, PIN eingeben oder unterschreiben – fertig.
Stellt sich vielen nur die Frage: Welche Kreditkarte soll ich nehmen? VISA oder MasterCard? Blickt man auf die aktuellen Statistiken der hierzulande bekanntesten Kartenanbieter, macht ganz klar VISA das Rennen und lässt die Konkurrenz weit hinter sich, und zwar in jeder Hinsicht.
VISA legt kräftig zu
Die Zahlen für das vierte Quartal 2009 sind für VISA mehr als erfreulich. 720 Milliarden Dollar haben Kunden mit ihrer VISA-Kreditkarte in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres ausgegeben. Das entspricht einem Plus von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gestiegen ist auch die Zahl der ausgegebenen Karten. 1,8 Milliarden Kunden nutzen inzwischen die Kreditkarte mit dem blau-orangen Logo. Das sind etwa fünf Prozent mehr als 2008. Aus San Francisco heißt es dazu nur kurz und knapp, man habe weiterhin vom allgemeinen Trend hin zum „Plastikgeld“ profitiert. Das zeigen auch der Umsatz, der um zehn Prozent auf zwei Milliarden Dollar anwuchs, und der Gewinn von 763 Millionen Dollar.
MasterCard hinkt deutlich hinterher
Derlei Ergebnisse scheinen bei MasterCard aktuell eher Utopie zu sein. Das Unternehmen verdiente im letzten Quartal des vergangenen Jahres mit 294 Millionen Dollar zwar mehr als im Vergleichszeitraum 2008 (240 Millionen Dollar), musste aber bei den Kundenzahlen klare Abstriche machen. MasterCard hat „nur“ noch 966 Millionen Kreditkarten im Umlauf und verlor damit rund 1,3 Prozent. Gleichwohl legte das Unternehmen beim Umsatz um sechs Prozent zu und verbuchte 1,3 Milliarden Dollar.
Gleiches Prinzip bei VISA- und MasterCard
Beide Karten basieren auf dem gleichen Prinzip: MasterCard und VISA übernehmen die Verwaltung und wickeln den Zahlungsverkehr gegen Gebühr ab. Alles andere liegt in den Händen der Banken, die die Kreditkarten vergeben. Ob man sich nun für eine Kreditkarte von VISA oder MasterCard entscheidet, macht für den Verbraucher jedenfalls kaum einen Unterschied. Viel wichtiger als der Anbietername auf der Karte sollten die Gebühren sein. Hier lässt sich mit einer kostenlosen Kreditkarte richtig sparen.
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