Verbraucherzentrale warnt vor der Masche mit billigen Krediten
17.09.2010 - Verbraucherzentrale warnt vor der Masche mit billigen Krediten
Eigentlich müsste die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ihre Warnung vor allzu günstigen Krediten, die noch dazu ohne Schufa feilgeboten werden, Woche für Woche wiederholen. Denn zum einen ähneln die Kredit-Anzeigen in Illustrierten und den Wochenendbeilagen der Tageszeitungen wild wucherndem Unkraut, das sich einfach nicht kleinkriegen lässt. Zum anderen fallen nach wie vor zu viele Verbraucher auf die scheinheiligen Versprechen herein und ziehen sich damit noch tiefer in den Sumpf, aus dem sie sich mit dem geliehenen Kapital eigentlich befreien wollten.
Kredithaie locken mit günstigen Konditionen
Der aktuelle Aufruf der Verbraucherschützer, auf den Rheinischen Post aufmerksam macht, ist also im Grunde genommen nur ein Echo dessen, was schon seit Jahren gepredigt wird: Finger weg von Angeboten, die zu gut klingen, als dass sie wahr sein könnten. Die Kritik der Verbraucherzentrale richtet sich dabei nicht gegen die seriösen Kreditvermittler, die durchaus auch Darlehen ohne Schufa realisieren. Es sind vielmehr die sogenannten „Kredithaie“, denen das Wasser abgegraben werden soll. Sie bieten an, einen Kredit zu vermitteln, zu besten Konditionen, präsentieren später aber nur eine Rechnung für ihren Aufwand, ohne dafür auch nur einen Finger krumm gemacht zu haben.
Der Verbraucher verliert immer
Das Vorgehen ist fast immer gleich: Es wird eifrig geworben, mit hübschen Gütesiegeln, die Qualität und Seriosität vorgaukeln sollen. Fällt ein Verbraucher darauf herein und bittet um einen Kredit, gibt es zwei Varianten: Entweder kann das Darlehen nur gewährt werden, wenn gleichzeitig teure Versicherungen abgeschlossen oder Anteile gekauft werden. Weigert man sich, kostet alleine das Gespräch knapp 200 Euro, die dann per Inkasso eingetrieben werden. Oder aber die Kreditanfrage kostet bereits Geld. Ob nun eine Aufwandsentschädigung verlangt oder eine Lebensversicherung für den Kredit unterschrieben wird – in beiden Fällen verschlimmert sich das finanzielle Fiasko für die Betroffenen. Die Verbraucherzentrale pocht daher auf verbindliche gesetzliche Vorschriften, damit nur dann Geld kassiert werden darf, wenn auch ein seriöser Kreditvertrag zustande kommt.
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