Subprime Kredite in den USA wieder auf dem Vormarsch
05.11.2009 - Subprime Kredite in den USA wieder auf dem VormarschWie wichtig die leichtere und weniger strenge Vergabe von Darlehen an Unternehmen und vor allem auch an die Verbraucher für die Ankurbelung der Wirtschaft ist, wird man auch in Deutschland aktuell nicht müde zu betonen. Doch während hierzulande insbesondere bei den Zinssätzen der Dispokredite einer Stichprobenanalyse der NRW Verbraucherzentralen nach weiterhin hohe Kosten für die Bankkunden auflaufen, weist der US-Kreditsektor auf eine andere, wenngleich keineswegs unbekannte Entwicklung hin.
Dort nämlich vergeben die Banken zunehmend wieder Immobilienkredite an Verbraucher mit geringer Kreditwürdigkeit. Subprime-Kredite oder Risikohypotheken werden diese Darlehensformen genannt. Nach Experteneinschätzungen waren es genau diese Kreditmodelle, die maßgeblich für den Ausbruch der Finanzkrise gesorgt hatten.
US-Regierung selbst sorgt für nötige Garantien bei der Kreditvergabe
Über viele Monate hinweg spielten diese Kredite auf dem amerikanischen Markt eine eher untergeordnete Rolle. Nun jedoch ist der Anteil der risikobehafteten Verbraucherkredite laut Aussagen verschiedener regionaler Notenbanken erneut auf gut 20 % angestiegen. Sorgen macht sich in den USA aber dennoch kaum jemand um die Entwicklungen auf dem Kreditmarkt. Denn eine Sache ist anders als vor dem Ausbruch der Krise. Garantiegeber für die neuen Darlehen ist schließlich niemand anderes als die US-Regierung bzw. der Staat selbst.
Denn ein Großteil der Subprime-Kredite wird indirekt über die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac vergeben und abgewickelt. Beide Institute sind bekanntlich schon vor Monaten verstaatlicht worden. Mit einer erneuten Kreditkrise aufgrund der Darlehen ohne hohe Bonität der Kreditnehmer rechnet daher nur die wenigsten Analysten.
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