Smava plant Änderung der Gebührenstruktur
19.05.2010 - Smava plant Änderung der Gebührenstruktur
Das Internetportal Smava hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kredite zwischen Privatpersonen zu vermitteln. Smava ist bereits seit dem Jahr 2006 auf dem Markt der privaten Kreditvermittlung aktiv. Damals war Smava Vorreiter auf dem deutschen Markt für Privatkredite. Jetzt aber stehen einige gravierende Änderungen bei Smava an. Der Kreditvermittler beabsichtigt, seine Gebührenstruktur anzupassen. Die Gebührenänderung ist bereits für den kommenden Monat angedacht.
Erhöhung der Gebühren für Kreditnehmer
Für Kreditnehmer wird das Ausleihen von Geld zukünftig teurer werden. Bislang mussten Kreditnehmer, die einen Kredit mit einer Laufzeit von 36 Monaten aufgenommen haben, eine Gebühr in Höhe von zwei Prozent der Kreditsumme entrichten. Ab Juni 2010 erhöht sich diese Gebühr um 0,5 Prozentpunkte. Kreditnehmer müssen dann also für einen Kredit mit einer Laufzeit von 36 Monaten eine Gebühr von 2,5 Prozent an Smava zahlen.
Wollte der Kreditnehmer dagegen einen Kredit, über eine längere Laufzeit von 60 Monaten haben, musste er bisher eine Gebühr in Höhe von 2,5 Prozent des Kreditbetrags an Smava überweisen. Ab dem kommenden Monat steigt die Gebühr für Kredite mit einer Laufzeit von 60 Monaten auf drei Prozent an.
Änderungen auf der Anlegerseite
Auch auf der Gegenseite bei den Anlegern kommt es zu einer Anpassung der Gebühren im kommenden Monat. Bisher zahlten die Anleger für jede getätigte Anlage eine pauschale Bearbeitungsgebühr in Höhe von vier Euro. Diese Gebühr war unabhängig von der Höhe des angelegten Betrags. In Zukunft aber plant Smava, die pauschale Bearbeitungsgebühr durch eine prozentuale Gebühr zu ersetzen. Die Gebühr soll dann auf Basis der angelegten Summe berechnet werden.
Angedacht ist dabei, dass der Anleger ab Juni 2010 bei jeder Anlage eine Gebühr in Höhe von 1,35 Prozent der eingesetzten Summe zahlen soll. Für einen Anleger, der die Mindestanlagesumme in Höhe von 250 Euro investiert, bedeutet das eine geringe Ersparnis. Er muss statt vier Euro dann nur noch 3,38 Euro für die Anlage bezahlen. Aber schon ab einer Anlagesumme von 300 Euro muss der Anleger zukünftig mit höheren Gebühren rechnen. Besonders für Anleger, die gewillt sind, eine höhere Summe zu investieren, erweist sich die neue Gebührenstruktur als eindeutiger Nachteil.
Verbesserung des Informationsangebots
Gemeinsam mit der Anpassung der Gebühren plant Smava, den Anlegern zukünftig weitreichendere Information zu den einzelnen Kreditgesuchen anzubieten. In der Vergangenheit griff Smava dabei ausschließlich auf die Bonitätsbewertung der Schufa zurück. In Zukunft aber will Smava den Anlegern zusätzlich alle Daten, die Smava selbst in den vergangenen Jahren gesammelt und ausgewertet hat, zur Verfügung stellen. Dies soll den Anlegern bei der Risikoeinschätzung der Kreditgesuche helfen.
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