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Schwedische SEB Bank vor dem Rückzug aus Deutschland?

11.04.2010 - Schwedische SEB Bank vor dem Rückzug aus Deutschland?


In den vergangenen Jahren hatten viele internationale Banken nicht nur den deutschen Markt, sondern auch die Märkte vieler anderer Länder als Möglichkeit erkannt, um das eigene Geschäftsportfolio weiter auszubauen und neue Einnahmequellen aufzutun. Was anfänglich meist gut verlief, stellte so manches Institut im Zuge der Finanzkrise vor erhebliche wirtschaftliche Probleme, so dass viele Institute nur durch eine Rückbesinnung auf das eigene Kerngeschäft halbwegs unbeschadet aus der Krise hervorgehen konnten.
 
Auch die SEB Bank ist in Deutschland als Tochterunternehmen eines großen Finanzkonzerns aus dem Norden Europas erst seit Beginn des neuen Jahretausends aktiv. Innerhalb dieses einen Jahrzehnts baute die SEB Bank – die Skandinaviska Enskilda Banken – durch die Übernahme der damals angeschlagenen Bank für Gemeinwirtschaft (BfG) ein beträchtliches deutschlandweites Filialnetz auf, gut 3.700 Mitarbeiter arbeiten aktuell daran, die Wünsche von etwa einer Million Kunden zu erfüllen. Etwas überraschend mehren sich in den Medien nun die Berichte darüber, dass sich die schwedische SEB möglicherweise schon sehr bald von seinen deutschen Kunden verabschieden könnte. Scheinbar will sich das Institut in die Heimat zurückziehen und sich auf die eigenen Ursprünge besinnen.
 
Vor allem Kreditnehmer werden aufmerksam auf Neuigkeiten
 
Betroffen von den Plänen wären zwar auch viele Geschäftskunden, vorrangig jedoch träfe ein Weggang der SEB die Privatkunden. Bekannt ist das Institut nicht zuletzt für die verschiedenen Kreditmodelle wie den Sofortkredit. Ein besonderes Merkmal der Bank sind zudem die Studien-Darlehen, die in Eigenregie sowie über die Vermittlung von Finanzierungs-Angeboten der staatlichen Förderbank KfW zum Portfolio des Institutes gehören.
 
Bezogen sich die Gerüchte zum Abschied der SEB aus Deutschland zu Beginn vorrangig auf die Privatkunden, scheint mittlerweile auch die Veräußerung der Firmenkunden-Sparte denkbar. Bei mehr als einer Million privater Kreditnehmer und anderer Kunden ist die Aufmerksamkeit für die Meldungen entsprechend groß. Genaue Aussagen von Seiten der SEB gibt es derzeit nicht, doch schon jetzt sind erste Kandidaten für eine Übernahme des Privatkunden-Segments im Gespräch. So interessiert sich angeblich die frühere Citibank und heutige TARGOBANK für den Kauf des deutschen Geschäftsbereichs. Darüber hinaus soll auch die HypoVereinsbank interessiert sein. Doch auch im Ausland sollen bei verschiedenen Instituten Überlegungen an eine Übernahme des hiesigen SEB-Segments angestellt werden, wie Insider berichten.
 
Gerade für die Kreditkunden stellt sich in diesem Zusammenhang nun die Frage, was im Falle eines Verkaufs der laufenden Kreditverträge auf die Kreditnehmer zukommt. In der Vergangenheit hatten sich für Verbraucher immer wieder kritische Situationen ergeben. 

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