SCHUFA dementiert Gerüchte um hohe Fehlerquoten
24.08.2010 - SCHUFA dementiert Gerüchte um hohe Fehlerquoten
Vor einigen Tagen berichtete auch unsere Redaktion davon, dass bei der SCHUFA seit der Änderung des Datenschutzgesetzes und dem damit verbundenen Recht auf eine jährliche kostenlose Selbstauskunft pro Person knapp 450.000 Menschen dieses Recht in Anspruch genommen haben. Darüber hinaus wurde der Vorstand der SCHUFA zitiert, dass dies täglich zu ca. 4.000 Nachfragen von Bürgern führe und dass es bis zu 30% berechtigte Fehlermeldungen gebe, die danach korrigiert würden. Dies führte zu Berichten, die angaben, dass 30% der SCHUFA-Daten bei den 450.000 kostenlosen Datenabfragen falsch gewesen sind. Mittlerweile konnte diese Darstellung als Falschmeldung identifiziert werden, die die beiden Vorstandsmitglieder Holger Severitt und Dieter Steinbauer in ihrem Interview mit der „Welt“ so nie geäußert hatten.
Die Quote bezog sich lediglich auf den wesentlich geringeren Teil der Anrufer
Das Unternehmen selbst bezog Stellung zu dieser Meldung und versicherte, dass sich die 30% der berechtigten Korrekturwünsche auf den Anteil der Anrufer beziehe, die lückenhafte oder fehlerhafte Einträge meldeten. Da jedoch ein Großteil der Anrufer lediglich Fragen zu Verfahren habe, könne man insgesamt mit einer wesentlich geringeren Fehlerquote bei der Gesamtheit der Personen mit kostenloser Selbstauskunft rechnen, hieß es weiter. Damit dürfte auch die Entrüstung wieder etwas zurückgehen, die infolge des Berichtes von Seiten der Opposition und der Verbraucherverbände aufgekommen war.
Stiftung Warentest fand bei Stichprobe ca. 1% fehlerhafte Einträge
Die Stiftung Warentest hatte vor einiger Zeit eine Stichprobe durchgeführt und dabei festgestellt, dass ca. 1% der Einträge bei der SCHUFA tatsächlich fehlerhaft ist und 8% lediglich veraltete Informationen enthalten. Eine solche Quote kann durchaus als normale Fehlertoleranz angesehen werden und dürfte keine größeren Gründe zur Sorge bereiten, was bei den zuvor kursierenden 30% natürlich ganz anders gewesen wäre. Es bleibt nun abzuwarten, ob die SCHUFA ihre Datenbank noch weiter aktualisieren kann, wobei die Betroffenen eine gute Möglichkeit zur Mithilfe haben.
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