Revolving-Kreditkarten als Kostenfalle
21.09.2009 - Revolving-Kreditkarten als KostenfalleIn Deutschland sind EC-Karten noch immer die beliebtere Alternative, während Verbraucher in den USA im Zuge der Krise vielfach in die Schuldenfalle durch die angehäuften Kredite über die Kreditkarten-Nutzung rutschten. Doch auch hierzulande versuchen die Anbieter „von Plastic Cash“ zunehmend das Modell der Revolving-Karte zu etablieren. Während bei der klassischen Karte zum Monatsende die Umsätze vom Verbraucher erstattet werden müssen, werden bei den Revolving-Karten nur vorab vom Verbraucher festgelegte Teilsummen fällig. Im Gegenzug für diesen Luxus erheben die Kreditinstitute allerdings nicht unerhebliche Zinsen. Und genau für diesen Unterschied zu anderen Formaten liegt das Problem, dass aktuell heftig von Verbraucherschützern kritisiert wird.
Hohe Kosten für Bezahl-Freiheit
Einerseits übertreffen diese Zinssätze für die Kreditkarten-Verfügungsrahmen zum Teil die üblichen Dispositions-Konditionen um bis zu 100 Prozent. Vor allem aber sehen Verbraucherschützer und Finanzexperten die Kreditofferte selbst als das größte Problem der Revolving-Kreditkarten. Durch die Mitnahme und die nur sukzessive Abzahlung der Umsätze mit der Kreditkarte droht in erster Linie eines: Der Verlust der Kontrolle über die eigenen Finanzen.
Nicht jeder Kartennutzer behält den Überblick über die Karten-Umsätze. Bequemlichkeit und Verlockung sind gewichtige Faktoren, die sich die Anbieter der Kartenmodelle mehr als gut bezahlen lassen. In aktuellen Tests verweisen die Experten daher immer wieder auf die Gefahren dieses auf den ersten Blick so vorteilhaften Zahlungsmittels hin. Im Falle eines Kreditbedarfs sollten Verbraucher daher lieber auf günstige Konsumkredite zurückgreifen, statt Zinssätze im deutlich zweistelligen Bereich zu akzeptieren. Das Beispiel der US-Kartennutzer zeigt, welche Entwicklungen sich abzeichnen können.
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