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Private Banken für maximal zwei Euro Automatengebühren

01.04.2010 - Private Banken für maximal zwei Euro Automatengebühren


Auch weiterhin bleibt es rum um die Debatten über die Gebühren für den Nutzung fremder Geldautomaten spannend. War es zuletzt vor allem die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ilse Aigner, die sich für die Senkung der Automatengebühren stark machte, übernehmen nun die Privatbanken die Gegenposition zu den deutschen Sparkassen und Volksbanken. Denn es sind eben diese Volksbanken und Sparkassen, die sich in den vergangenen Jahren immer wieder den Zorn der Verbraucher zuzogen, weil sie die Entgeltgebühren im Automatennetz sukzessive angehoben haben.
 
Dies hatte in den letzten Monaten dazu geführt, dass mancher Kunde nicht nur die durchschnittlichen Gebühren in Höhe von 5,64 Euro (so die Ergebnisse einer Gebührenanalyse des Verbraucherschutzministeriums) zahlen musste, sondern bei Nutzung von Automaten einer fremden Bank sogar bis zu zehn Euro entrichten musste. Infolge dessen hatte die Ministerin eine Obergrenze für die Gebühren in Höhe von fünf Euro gefordert. Für die Privat- und Direktbanken im Lande geht diese Forderung aber nicht weit genug. Sie fordern einerseits klarere Richtlinien für die verschiedenen Gebührenmodelle und setzen sich für mehr Transparenz ein, damit die Kunden besser erkennen, welche Gebühren ihnen am Automaten einer Bank in Rechnung gestellt werden.
 
Sparkassen weisen Kritik von sich
 
Darüber hinaus wollen die Privatbanken zudem eine noch geringere Höchstsumme als Gebühr durchsetzen. Maximal zwei Euro sollte ein Institut berechnen dürfen, so die neuen Pläne und Forderungen der privaten Institute. Aus Sicht des Sparkassen- und Giroverbandes ohne Frage ein klarer Affront der privaten Geldhäuser gegen die öffentlichen Banken. Eine solche Gebühr sei für die Banken, die über Jahre hinweg Tausende Geldautomaten abgebaut haben, möglicherweise finanzierbar. Für die Sparkassen und Volksbanken müsse aber mehr Spielraum bestehen, um den Kunden den gewohnt guten Service auch in Zukunft anbieten zu können. Mehr Transparenz und eine maximale Gebühr von fünf Euro sei vollkommen ausreichend, um die gewünschten Wettbewerbsveränderungen zu erreichen. 
 
Beim Sparkassen- und Giroverband sieht man kein Problem darin, dass die privaten Geldinstitute ihren Kunden geringere Gebühren in Aussicht stellen wollen. Behindern will man die Banken in diesem Punkt nicht, allerdings müssten die Unternehmen ohne eigenes Automatennetz selbst Wege zur Finanzierung und Entlastung ihrer Kunden finden. Dass die Sparkassen und Volksbanken gegen den neuen Vorstoß der Privatbanken Sturm laufen, wundert nicht. Denn schließlich sind sie meist die Anbieter mit den höchsten Gebühren. Zu hoffen ist nun nur, dass die Verbraucher in diesem Fall ausnahmsweise als lachende Dritte von den erhofften deutlich geringeren Gebühren profitieren können, wenn sich Banken und Politik hoffentlich bald einig werden.

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