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Postbank macht den Anfang im Einsatz gegen Kreditkarten-Fehler

19.01.2010 - Postbank macht den Anfang im Einsatz gegen Kreditkarten-Fehler


Aus Sicht der Bankkunden haben sich die Banken und die anderen Anbieterunternehmen von Kreditkarten bisher ausgesprochen viel Zeit gelassen, um endlich die nötigen Maßnahmen gegen die noch immer bestehenden Probleme vieler EC- und Kreditkarten-Nutzer zu ergreifen. Die Institute hingegen weisen bereits seit dem Jahresbeginn darauf hin, dass man alles nur Denkbare tue, um eine rasche Lösung zu finden, die für alle Seiten optimal ist.
 
Optimal – so werden die derzeitigen Entwicklungen von vielen Verbrauchern mit großer Wahrscheinlichkeit wohl eher nicht wahrgenommen. Dennoch scheint sich langsam aber sicher endlich etwas zu regen bei den Banken in Deutschland. Als erstes Unternehmen hat zum Wochenbeginn nun die Postbank bekannt gegeben, erste Tests an modifizierten Automaten durchgeführt zu haben. Durch eine technische Veränderung und eine entsprechende Software soll der Test-Automat zukünftig die fehlerhaften Chips auf den Giro- und Kreditkarten der Postbank-Kundschaft umprogrammieren. Voreilend berichtet die Postbank, dass dieser Vorgang für die Kunden aus zeitlicher Sicht nur mit minimalem Aufwand verbunden sein soll.
 
Programmierung soll für Kunden keine Wartezeiten bringen
 
Innerhalb weniger Sekunden – also kaum länger als bei einem normalen Abhebungsvorgang – soll den Karteninhabern nach der Eingabe der PIN-Nummer mitgeteilt werden, ob ihre Karte von dem massiven Lesefehler betroffen ist oder nicht. Ist dies der Fall, erfolgt eine Umschreibung der Chipdaten, so dass die Kunden anschließend wieder überall problemlos und bargeldlos bezahlen können oder an anderen Automaten Geld bekommen können.
 
Was an sich gut klingt, erfordert einmal mehr einige Geduld von den Kunden. Denn bis die nach neuen Berichten rund 1500 Automaten im gesamten Bundesgebiet mit der Technologie ausgestattet sind, werden schlimmstenfalls noch vier bis fünf Wochen ins Land ziehen. Spätestens Anfang März sollen dann die 1500 Automaten bereitstehen für die Umprogrammierung. Auch in den Filialen der Postbank erfolgt nun schrittweise die Bereitstellung von Terminals für diese Korrektur der Daten auf den Kundendaten.
 
Und genau genommen können sich die Kunden der Postbank sogar glücklich schätzen. Denn bei manch anderem Unternehmen gibt es weiterhin keine klaren Aussagen dazu, wie man das Problem mit den Karten in den Griff bekommen will, um den Kunden endlich wieder die gewohnte Servicequalität bieten zu können. Nachziehen möchten nun schnellstmöglich auch die Sparkassen. Kritische Stimmen äußern in der momentanen Lage, dass die Banken wie so häufig bei Problemen die Kostenkontrolle über den Dienst am Kunden stellen. Denn schon Anfang Januar hatten Verbraucherschützer die Verteilung neuer Karten gefordert, damit der Status Quo rasch wieder hergestellt wird.

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