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Mobiles Bezahlen: Das Handy als Kreditkartenleser

12.05.2010 - Mobiles Bezahlen: Das Handy als Kreditkartenleser


Trotz aller Skepsis und vielleicht auch Scheu, mit einer Plastikkarte zu bezahlen und die Rechnung erst im nächsten Monat zu erhalten, haben Kreditkarten sich inzwischen durchgesetzt. Damit künftig fast immer und überall bequem bargeldlos gezahlt werden kann, hat sich Jack Dorsey, Erfinder von Twitter, Gedanken gemacht und die Firma „Square“ gegründet. Mit ihr strebt er eine Revolution im Bereich mobiles Bezahlen an. Statt Terminal oder Ritsch-Ratsch-Gerät bedarf es nur eines kleinen Scanners, der an einem Smartphone befestigt wird. Alles Weitere erledigt die Software, von der Buchung bis zur Quittung.
 
Applikationen für den bargeldlosen Zahlungsverkehr
 
Die Idee ist relativ einfach: Jeder, der ein iPhone, ein iPad, ein Google-Handy oder andere mobile Endgeräte mit Netzzugang besitzt, kann es mit einem Square Card-Reader in ein Lesegerät für Kreditkarten umfunktionieren. Der Reader, den man nach der Registrierung kostenlos anfordern kann, ist quadratisch, praktisch, gut und wird per Stecker mit dem Handy verbunden. Danach muss die Visa- oder Master-Card nur noch durch den Schlitz des Lesegeräts gezogen werden. Dabei werden die Daten auf das Mobiltelefon oder den Tablet-PC übertragen. Per mobilem Internet erfolgt die Autorisierung und die Zahlung wird ausgeführt. Die dafür nötigen Applikationen stehen schon zum Download in den entsprechenden Portalen bereit – allerdings vorerst nur für Nutzer in den Vereinigten Staaten. Ob das System auch in der Bundesrepublik eingeführt wird, steht noch nicht fest.
 
Mobile Zahlungslösungen sind ein Zukunftsmarkt
 
Interessant wäre es. Denn der Bedarf an mobilen Zahlungslösungen, insbesondere für Kleinbeträge – zum Beispiel für den Kaffee oder ein belegtes Brötchen – wächst ständig. Die Systeme gelten nicht umsonst als Zukunftsmarkt. Sie lassen sich unkomplizierter, mit weniger technischem Aufwand und günstiger umsetzen als die gängigen Verfahren. Das von Jack Dorsey entwickelte Programm bietet darüber hinaus die Möglichkeit, jederzeit zu sehen, wie viel Geld per Kartenzahlungen umgesetzt wurde und wie oft ein Kunde das System genutzt hat. Bonuskarten werden damit überflüssig, weil der Verkäufer alles auf seinem Handy oder dem PC einsehen kann. Entscheidend dürfte für Händler allerdings der Kostenfaktor sein. Es gibt keine Monats- oder Einrichtungsgebühr, auch keine Vertragslaufzeit. Stattdessen wird eine Gebühr je Transaktion berechnet, die sich aus einer Grundgebühr und einem Prozentsatz des Betrages zusammensetzt. Durch die Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft sollen die Kosten so niedrig wie möglich gehalten werden.

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