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Kreditkarte überzeugt Kunden als Bezahlformat im Web

05.04.2010 - Kreditkarte überzeugt Kunden als Bezahlformat im Web


Von einem Boom zu sprechen, wäre im Falle der Möglichkeiten für die Bezahlung in Online-Shops per Kreditkarte vermutlich nicht ganz zutreffend. Denn eher handelt es sich bei diesen Entwicklungen um einen logischen Fortschritt, der sich seit inzwischen einer Reihe von Jahren immer stärker etablieren kann. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Betreiber von virtuellen Shops und Einkaufs-Portalen erkannt haben, dass sich Kreditkarten bei den Kunden zunehmend durchsetzen. Und so zeigt eine aktuelle Studie des E-Commerce-Centers Handel mit Sitz in Köln, dass die Kreditkarte als Zahlungsmittel endlich auch beim Ottonormalverbraucher angekommen ist. Mit 54 Prozent, so die Studie des ECC, erlangte die Kreditkarte 2009 erstmalig in ihrer Geschichte einen Wert jenseits der Marke von 50 Prozent und mauserte sich innerhalb weniger Jahren zu einem der begehrtesten Zahlungsmittel bei deutschen Verbrauchern – zumindest im virtuellen Raum und nach Einschätzung der Anbieter. Denn der Prozentsatz bezieht sich auf die Zahl der Shops, die Kreditkarten als ein mögliches Bezahlformat anbieten.
 
Kunden geben für die Bezahlung per Kreditkarte meist die Bequemlichkeit als wichtigen Grund an. Hinzukommt, dass die Waren aufgrund der schnellen Zahlungsabwicklung zügiger in den Versand kommen können als etwa bei Bezahlung per Vorkasse oder beim Versand auf Rechnung. Darüber hinaus betonen die Karteninhaber vielfach, dass die Karten auch im Falle möglicher Probleme mit den Händlern vorteilhaft seien. 
 
Verschiedene Bezahlformate verschaffen Online-Shops mehr Kunden
 
Doch obwohl die Kreditkarte bei Verbrauchern inzwischen so beliebt, lässt die ECC-Studie erhebliche Probleme erkennen beim Online-Shopping. Noch immer nutzen nur die wenigsten Kunden das Web auch wirklich zum Einkaufsbummel. Nur knapp drei Prozent der Shop-Besucher bringen ihren Einkauf auch zu Ende, mehrheitlich brechen die potentiellen Kunden spätestens dann den Bestellvorgang ab, wenn es um die Auswahl des Zahlungsmittels geht. Experten des bvh – des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels – wissen, dass die Kreditkarte allein als Zahlungsmöglichkeit kein Garant auf einen massiven Anstieg der Kundenzahlen und somit eines steigenden Umsatzes ist. Auch wenn die Option der Kreditkartenzahlung durchschnittlich bis zu 14 Prozent mehr Umsatz einbringen kann, den meisten Kunden geht es scheinbar um die Wahlmöglichkeiten an sich.
 
Möglichst facettenreich sollten Online-Shops also aufgestellt sein. Laut ECC bieten Händler ihren Kunden im Web aktuell einen Durchschnittswert von 4,4 verschiedenen Bezahlmöglichkeiten. Problematisch stellt sich die Bereitstellung der Auswahl für die Betreiber der Shops insofern dar, dass die Kunden nicht grundsätzlich die gleichen Bezahlkonzepte für sicher und interessant halten, die von Händlern als sinnvoll erachtet werden. Anbieter müssen somit genau analysieren, welche Ansprüche die eigenen Kunden haben. Dazu gehört ohne Frage auch, Verbraucher besser über Möglichkeiten und Risiken aufzuklären.

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