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KfW-Bank streicht das Programm „energieeffizient Sanieren“

18.08.2010 - KfW-Bank streicht das Programm „energieeffizient Sanieren“


Die staatliche Förderbank KfW nimmt das Programm mit der Nummer 152, „energieeffizient Sanieren“, vom Markt. Es gilt als eines der wichtigsten Programme der KfW-Bank und wurde entsprechend häufig nachgefragt. Bauherren, die noch in den Genuss des zinsgünstigen Immobilienkredites kommen wollen, müssen sich beeilen. Annahmeschluss für Anträge ist der 31. August 2010. Danach ist vorerst Schluss. Selbst wer es noch rechtzeitig schafft, sich um die Mittel zu bemühen, bekommt eine bittere Pille verpasst: Die Kreditzinsen bei zehnjähriger Zinsbindung wurden von effektiv 2,02 auf 2,32 Prozent p.a. angehoben.

Zumutung für Bauherren

Beides ist ärgerlich, die Zinsanpassung und das Aus für das Programm. Als Begründung wird das knappe Budget der KfW-Bank genannt. Sie hatte bereits Anfang des Jahres einen kompletten Förderstopp verhängt. Seinerzeit waren die Mittel aus dem Bundeshaushalt noch nicht freigegeben. Sie erlauben es der Staatsbank erst, Fördermittel und günstige Kredite zur Verfügung zu stellen. Interessenten geht jetzt ein gewisses Maß an Planungssicherheit verloren. Das verärgert auch die Verbraucherzentrale Hamburg: „Die KfW ist zwar nicht für alle Probleme verantwortlich, weil sie am Tropf des Bundeshaushalts hängt. Doch was die Bank Bauherren und Beratern gegenwärtig zumutet, ist eine Katastrophe.“

Teure Alternative mit höherem Kreditzins

Das Programm „Energieeffizient Sanieren“ bietet je Wohneinheit bis zu 50.000 Euro für neue Fenster, den Einbau einer Lüftungsanlage, den Austausch der Heizung sowie die Wärmedämmung von Dachflächen, Wänden und Geschossdecken. Möglich sind auch Zuschüsse von bis zu 2.500 Euro für einzelne Maßnahmen über das Förderprogramm Nr. 430. Alternativ bleibt derzeit nur das Angebot „Wohnraum Modernisieren“ (Nr. 141). Auch hier werden maximal 50.000 Euro vergeben, allerdings zu deutlich schlechteren Konditionen. Der Kreditzins beträgt 3,10 Prozent im Jahr und könnte rein theoretisch auch über andere Banken realisiert werden.

Bereits 2,9 Milliarden Euro zugesagt

In diesem Jahr hat die KfW bereits Kredite für energieeffizientes Sanieren in Höhe von 2,9 Milliarden Euro zugesagt, 17 Prozent mehr als 2009. Gleichzeitig sank der Zuschuss vom Bund um 40 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro. Dass nun weniger Geld zur Verfügung steht, hat Folgen. Der Fokus wird auf KfW-Effizienzhäusern liegen, ob nun Neubau oder Bestand. Einzelmaßnahmen werden nicht mehr gefördert. Generell gilt: Bauherren müssen sich beeilen, ehe die Töpfe leer sind.

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