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Gewinnrückgang bei der Direktbank ING-DiBa

24.03.2010 - Gewinnrückgang bei der Direktbank ING-DiBa


Die in Frankfurt ansässige Direktbank ING-DiBa musste im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Gewinn vor Steuern des Bankinstituts fiel im Jahr 2009 auf 277 Millionen Euro. Im Vorjahr konnte die Bank noch einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 412 Millionen Euro verbuchen. Dies entspricht einer Differenz von 135 Millionen Euro. Damit ist der Gewinn der Direktbank ING-DiBa innerhalb eines Jahres um mehr als 30 % gesunken.

Als Ursache für den Gewinnrückgang sieht man nach eigenen Angaben einerseits die gestiegene Prämie für den Einlagensicherungsfonds. Im vergangenen Jahr musste die ING-DiBa zusätzlich 30 Millionen Euro an den Einlagensicherungsfonds entrichten. Auf der anderen Seite trugen die gestiegen Zinsaufwendungen für die Sparprodukte der privaten Bankkunden ebenfalls zum Gewinnrückgang bei. Hier fielen im vergangen Jahr Auszahlungen für die ING-DiBa in Höhe von ungefähr 1,65 Milliarden Euro an.

ING-DiBa konnte neue Kunden hinzugewinnen

Im Gegenzug konnte die ING-DiBa aber in anderen Bereichen auch eine positive Entwicklung der Geschäftszahlen im vergangenen Jahr verzeichnen. So gelang es der Direktbank im letzten Jahr 200.000 neue Kunden zu gewinnen. Die ING-DiBa verfügt nun über einen Kundenstamm von 6,9 Millionen Kunden. Damit ist die ING-DiBa die größte Direktbank in Deutschland. Die Einlagen der Kunden nahmen im Jahr 2009 um 10,9 Milliarden Euro zu und erreichten damit einen neuen Rekordwert in Höhe von 75,3 Milliarden Euro.

Auch im Bereich der privaten Baufinanzierung konnte die Direktbank deutliche Zuwächse verbuchen. So erhöhte sich das Volumen der privaten Baufinanzierungen im letzten Jahr um 4,6 Milliarden Euro auf einen neuen Rekordwert in Höhe von 47,2 Milliarden Euro. Das Wertpapiergeschäft der ING-DiBa konnte im vergangenen Geschäftsjahr ebenfalls Steigerungen vermelden. Das verwaltete Depotvermögen stieg im Jahr 2009 auf 13,8 Milliarden Euro an. Diese Summe verteilt sich auf rund 800.000 Wertpapierdepots.

Der Vorstand der ING-DiBa, die ein Tochterunternehmen des niederländischen Finanzkonzerns ING Groep ist, zeigte sich trotz des Gewinnrückgangs mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden. Weiterhin ließ der Vorstandvorsitzende der ING-DiBa Ben Tellings verlauten, dass man auch zukünftig an der eingeschlagenen Unternehmenspolitik festhalten will. Das bedeutet, auch in Zukunft will die Direktbank ING-DiBa auf ein teures Filialnetz verzichten. Statt durch Anlageberater sollen die Kunden durch gezielte Informationsangebote unterstützt werden.

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