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GdW: Bankenabgabe verteuert und erschwert Kredite

08.04.2010 - GdW: Bankenabgabe verteuert und erschwert Kredite


Die geplante Bankenabgabe könnte sich laut Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) negativ auf langfristige Finanzierungsvorhaben auswirken. Entsprechend kritisch reagiert der Verband auf das Vorhaben der Bundesregierung. Ein weiterer Faktor, der die Kreditvergabemöglichkeiten deutlich einschränken könnte, sei die Änderung der EU-Bankenrichtlinie. Beide Faktoren führen aus Sicht des Verbandes dazu, dass sich die Kreditkondition in Zukunft verschlechtern und damit die wohnungswirtschaftliche Finanzierung gefährden.
 
Kreditvergabe: GdW-Mitglieder sehen mit Sorge in die Zukunft
 
Die Warnung des GdW vor derlei Maßnahmen kommt nicht von ungefähr. Noch fühlen sich die Mitgliedsunternehmen laut einer aktuellen Umfrage nicht von der Finanzmarktkrise betroffen, auch nicht in punkto Unternehmensfinanzierung. Das große „aber“ kommt mit Blick in die Zukunft. Über 50 Prozent der befragten Firmen erwarten für die kommenden Jahre schlechtere Rahmenbedingungen und Konditionen. Dazu könnte auch die Bankenabgabe in einen Stabilitätsfonds beitragen, mit dem zukünftig mögliche Schieflagen einzelner Kreditinstitute vermieden werden sollen.
 
Einzahlen müssten dann auch Banken, die in einem vergleichsweise risikolosen Umfeld agieren und hauptsächlich sichere Wohnungsbaukredite vergeben, betont der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Er malt diesbezüglich ein eher düsteres Szenario: Aufgrund der Bankenabgabe würden die Möglichkeiten der Kreditvergabe eingeschränkt. Was aber noch schwerer wiege sei, dass die Finanzierungskosten durch die Abgabe in die Höhe getrieben werden könnten. Unter dem Strich könne das zu einer Kreditklemme führen. Der Vorschlag des GdW lautet daher, Wohnungsbaueinrichtungen mit Spareinrichtung, die offiziell als Kreditinstitut gelten und damit eine Abgabe zahlen müssten, von dieser Pflicht zu befreien.
 
Höhere Eigenkapitalanforderungen für Immobiliendarlehen
 
Der zweite Kritikpunkt auf der Liste des GdW ist die Änderung der EU-Bankenrichtlinie. Sie sieht neue Vorgaben für die Immobilienfinanzierung vor und tangiert daher ebenfalls die Kreditvergabe. Zum einen sollen die Eigenkapitalanforderungen erhöht werden. Zum anderen plant die EU, die Beleihungsgrenze zu senken – auf unter 60 Prozent des Beleihungswertes. Darunter leider vor allem die Vergabe langfristiger Kredite, sagt der GdW.

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