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Fehler bei EC- und Kreditkarten erst bei knapp über 50% behoben

28.03.2010 - Fehler bei EC- und Kreditkarten erst bei knapp über 50% behoben


Inzwischen sind fast exakt drei Monate ins Land gezogen, seit es die ersten Probleme bei den EC- und Kreditkarten bei vielen deutschen Banken gab, weil die in den Karten integrierten Chips durch einen Systemfehler nicht mit der Umstellung vom Jahr 2009 auf das Jahr 2010 klarkamen. Viele Banken und Kreditkartengesellschaften sahen sich in den folgenden Monaten gezwungen, die Karten ihrer Kunden gegen ordnungsgemäß funktionierende Neukarten auszutauschen. Andere Unternehmen kündigten frühzeitig an, Reparaturen an den Karten vornehmen zu wollen. So stellte man vor allem Verbraucherschützer und Kundschaft gleichermaßen ruhig, bevor es zu noch massiveren Beschwerden über den Softwarefehler kommen konnte.
 
Urlauber sollten in der Heimat an Reparatur denken
 
Mit Erfolg, denn in den vergangenen Wochen hielten sich die Berichte über die Problematik in einem für die Anbieter der Karten erfreulich kleinen Rahmen. Doch genau dies ist durchaus erstaunlich, denn von einer Klärung des Problems mit den unzureichenden Kartenleistungen kann kaum die Rede sein. Nach aktuellen Berichten ist erst in etwa 50% aller Fälle eine Behebung des Fehlers durchgeführt worden. Etliche Banken hatten ihre Geldautomaten so präpariert, dass diese automatisch den Fehler bei Nutzung der Karten durch den Kunden korrigieren. Spätestens jetzt zur Urlaubszeit allerdings werden sich erneut kritische Momente für die Verbraucher ergeben. Vor allem dann, wenn sie sich zu einem Auslandsaufenthalt entschließen. 
 
Kartenzahlung im Ausland könnte scheitern
 
Nach Aussagen des DSGV – des deutschen Sparkassen- und Giroverbandes – wurden bisher von 16 Millionen betroffenen Karten nur etwa 8,7 Millionen einer Reparatur unterzogen oder direkt ausgetauscht. Damit bleibt mehr als genug Potenzial für wiederholte Fehler beim Geldabheben oder bargeldlosen Bezahlen im Ausland. Zwar äußert der Verband, man habe adäquate Lösungen für die wichtigsten Reiseziele der deutschen Reisenden gefunden, um den Verbrauchern die gewohnt hohe Dienstleistungsqualität aus der Zeit vor dem Kartenproblem zu bieten.
 
Dies ändert aber nichts daran, dass keineswegs für alle Touristen bis zum jetzigen Zeitpunkt eine akzeptable Situation geschaffen werden konnte. Zumal der DSGV in fast vorauseilender Entschuldigungsmanier schon jetzt von Behelfslösungen spricht, die in den wichtigsten Urlaubsländern garantiert sein sollen, damit auch defekte Kreditkarten und EC-Karten ihren erwünschten Service erbringen können. Dass es zu Schwierigkeiten beim Bezahlen im Ausland kommen kann und wohl auch wird, liegt mit Formulierungen dieser Art nahe. Und so bestätigt der Verband zugleich: Im Einzelfall kann es vorkommen, dass die Karten der deutschen Kunden weder für den Abhebungsvorgang noch für das Bezahlen im Handel genutzt werden könnten. Wer bisher also noch keine Reparatur vorgenommen hat, sollte sich vor dem Reiseantritt dringend um die entsprechende Durchführung kümmern, um im Urlaub beruhigt per Karte zahlen zu können.

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