G20 Entscheidungen zur Bankenregulierung Auslöser einer Kreditklemme?
21.10.2009 - G20 Entscheidungen zur Bankenregulierung Auslöser einer Kreditklemme?Die Beschlüsse der 20 weltweit führenden Industrienationen – der so genannten G20-Länder haben bei den Banken schon als Planung ohne rechtliche Auswirkungen auf den nationalen Ebenen für großen Aufruhr gesorgt. Denn die Industriestaaten planen internationale Regelungen, die in allen Ländern im gleichen Maße in die bisherigen Richtlinien für die Bankenbranchen eingreifen würden.
Gefahr für Kreditvergabe durch Auflagen-Verschärfung
Dabei geht es den Bankenvertretern vorrangig um die deutlich strikteren Auflagen von staatlicher Seite, die als Folge der Beschlüsse im Rahmen des vergangenen G20-Gipfels in Pittsburgh nicht nur die Banken, sondern zwangsläufig auch die Geschäfts- und Privatkunden hart treffen könnten. Diesbezüglich äußert sich auch Jochen Sanio bei aktuellen Veranstaltungen. Der Chef der Bundesfinanzaufsicht kritisiert vor allem die Vorhaben der Regierungen, den Banken mit starken Anforderungen im Bereich der Eigenkapitalaufstellung Probleme zu bereiten, die letztlich von der gesamten Wirtschaft getragen werden müssten.
Banken müssten ihre Risikobereitschaft weiter absenken
Das Argument klingt plausibel. Wenn die Banken verstärkt eigene Rücklagen bilden müssen, wird eine der nahe liegenden Auswirkungen eine Reduzierung der Investitionsrisiken sein. Ausbaden müssten dies dann auch die potentiellen Kreditnehmer. So manchem Unternehmen würde somit möglicherweise zukünftig kein Darlehen mehr bewilligt werden, weil die Kreditgeber das Risiko eines Kreditausfalls scheuen. Nach Meinung des Bafin-Chefs wäre die logische Folge eine Kreditklemme in der Wirtschaft. Doch genau diese will man derzeit doch mit allen Mitteln im Mittelstand verhindern. Ein Verbot droht von staatlicher Seite besonders für das so genannte Hybridkapital. Hier werden Mischkalkulationen aus Fremdmitteln und Eigenkapital vorgenommen bei den Banken.
Anzeigen
Newsletter
Ratenkredit-Anbieter.de Newsletter informiert
über: