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Ebbe auf dem Kreditkartenmarkt wegen finanzieller Sorgen der Verbraucher

09.06.2010 - Ebbe auf dem Kreditkartenmarkt wegen finanzieller Sorgen der Verbraucher


Als perfektes Beispiel für die Möglichkeiten, die sich der Kreditkartenbranche bieten können, wird seit vielen Jahren der US-amerikanische Markt angeführt. Dort besitzen die Karteninhaber nicht nur eine einzige Karte. Viele Verbraucher nutzen gleich mehrere unterschiedliche Kartenmodelle, um überall von den optimalen Konditionen profitieren zu können. Doch der Hintergedanke ist noch ein anderer: Ist eine Karte gesperrt, funktioniert vielleicht wenigstens noch eine der Alternativ-Karten.

Auch hierzulande galt der Markt für einige Jahre als enormer Wachstumsmarkt, die deutschen Bürger entdeckten zunehmend die bequemen Möglichkeiten, die ihnen das bargeldlose Bezahlen brachte. Doch auch die deutschen Verbraucher sehen sich zunehmend mit finanziellen Sorgen konfrontiert, was für die Anbieter der Karten eine mehr als unerfreuliche Wende darstellt. Denn die aktuellen Veränderungen zeigen, dass der deutsche Kreditkartenmarkt inzwischen seinerseits mit erheblichen Problemen zu kämpfen hat. Hohe Schulden führen schnell zu negativen Einträgen bei den Auskunfteien wie der Schufa. Dies wiederum hat für die Konsumenten zur Folge, dass sie bei vielen Unternehmen keine Chance mehr auf Erhalt eines Kreditkartenvertrages haben. Erste Institute geben schon heute gar keine eigenen Kartenmodelle in der Postpaid-Variante aus, weil sie die drohenden Ausfälle als hohes Unternehmensrisiko fürchten. Bei anderen Banken sind die Anforderungen an die Antragsteller in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen.

Kundenschwund hat zu Umdenken geführt in Deutschland

Doch Verbraucher, denen der Kreditkartenwunsch in Form einer normalen Karte nicht erfüllt wird, müssen nicht zwingend ohne Karten auskommen. Denn: Gänzlich ohne Kreditkarten kann der Konsum vor allem im Web inzwischen nicht mehr vonstatten gehen, in vielen Shops sind Bezahlungen längst nur noch per Kreditkarte möglich. Und selbst im Einzelhandel wird auf andere Bezahlmöglichkeiten vielfach verzichtet. Die Anbieter der Plastikkarten haben diesen Trend erkannt und schon vor einiger Zeit entsprechende Maßnahmen ergriffen. Sie bieten ihren Kunden nun Prepaid-Kreditkarten an, die auch für Verbraucher in Frage kommen, die über finanzielle Probleme klagen. Uneigennützig kam diese Entwicklung nicht. Denn die Unternehmen, die auf entsprechende Prepaid-Produkte verzichten, sorgen sich zurecht um die Kunden, die möglicherweise zur Konkurrenz wechseln.

Bei allen Unternehmen der Branche sind Prepaid-Karten heute Standard. Ein wesentlicher Vorteil ergibt sich aus der steigenden Zahl der Produkte zwangsläufig für die Interessenten. Waren die Karten mitunter in der Vergangenheit noch recht teuer, sind die Gebühren inzwischen stetig gesunken durch den zunehmenden Wettbewerb zwischen den verschiedenen Kreditkartengesellschaften. Und auch das Leistungsspektrum der Karten-Modelle wächst durch das Wachstum in diesem Bereich des Kreditkartenmarktes zusehends. Auf Qualität müssen die Kunden somit nicht mehr verzichten beim Bezahlen mit der Prepaid-Kreditkarte.

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