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Die Bundesregierung plant eine üppige Bafög Erhöhung

09.04.2010 - Die Bundesregierung plant eine üppige Bafög Erhöhung

Die Proteste der Studenten aus dem letzten Herbst scheinen Früchte zu tragen, denn die Bundesregierung plant offenbar eine Erhöhung der Bafög-Regelsätze um ca. 2%. Dies würde im Falle des Höchstsatzes bedeuten, dass ein Studierender nicht mehr 648 Euro erhält, sondern bis zu 670 Euro pro Monat. Auch wenn diese Erhöhung noch recht moderat ist, werden die Studenten sich freuen, denn Bafög-Steigerungen hat es vor allem in den letzten Jahren kaum gegeben. Das Maßnahmenpaket der Bundesregierung im Bereich der Studienförderung geht zudem auch noch weiter, denn es ist auch eine Ausweitung des Förderungsbereich und Stipendien-Programm vorgesehen, welches den besten Studenten zusätzliche finanzielle Spielräume geben soll.
Es ist auch eine Steigerung der Freibeträge und eine Ausweitung des Förderkreises geplant
Neben der reinen Erhöhung der Regelsätze des Bafög sollen zusätzlich auch die Freibeträge für das Einkommen der Eltern angehoben werden, welches ein wichtiger Aspekt bei der Berechnung des Bafög Anspruchs darstellt. Auch scheint eine Erhöhung von 2% im Gespräch zu sein, was bedeutet, dass künftig bei alleinstehenden Eltern ein Freibetrag von 1.070 statt 1.040 Euro pro Monat angerechnet wird und bei verheirateten Eltern 1.605 anstatt 1.555 Euro wie bisher. Master-Studenten sollen zudem die Möglichkeit bekommen, nicht mehr bis zum 30. Sondern bis zum 35. Lebensjahr Bafög zu beantragen.
Stipendien-Programm soll auf Basis des NRW-Modells eingeführt werden
Ein weiterer Baustein in der Studienförderung der Bundesregierung soll das sogenannte Stipendien-Programm werden, bei dem die leistungsstärksten 10% aller Studenten ein Stipendium von 300 Euro monatlich erhalten sollen. Diese Leistung ist rein leistungsabhängig und soll offenbar nicht vom Einkommen abhängig sein, wobei geplant ist, dass die eine Hälfte der Förderung von privaten Geldgebern gesponsert und die andere Hälfte durch die Staatskasse bezahlt wird. Man darf gespannt sein, ob dieses Modell wirklich Realität wird, denn es steht aufgrund seiner fehlenden sozialen Komponente stark in der Kritik und es scheint zudem auch in NRW bisher sehr schwierig zu sein, private Geldgeber zu finden.
Die Bafög Erhöhung stellt eine große Hilfe für die Studenten dar
Die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung in Bezug auf die Studienförderung sind grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung, weil die Bafög Sätze endlich wieder an die Preissteigerungen der letzten Jahre angepasst werden und die Studierenden so wieder ein bisschen mehr finanziellen Spielraum erhalten. Beim Stipendien-Programm bleibt abzuwarten, ob es tatsächlich genügend private Geldgeber gibt, die sich dafür erwärmen können. Untätigkeit kann man der Bundesregierung auf diesem Gebiet zumindest nicht vorwerfen und es wird spannend sein, zu sehen, ob die Maßnahmen den gewünschten Effekt erzielen.

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