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Deutsche Unternehmen freiwillig an Griechenland-Krediten beteiligt?

03.05.2010 - Deutsche Unternehmen freiwillig an Griechenland-Krediten beteiligt?


Die Meldungen zu den allerorten als unerlässlich und vor allem als extrem dringend benötigte finanziellen Hilfsleistungen für das marode Griechenland überschlugen sich auch weiterhin – Wochenend-Pausen kannte die Bundesregierung in Berlin auch am zurückliegenden Wochenende nicht. Mit einem durchaus für viele überraschenden Ergebnis endete nun ein Gespräch zwischen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Top-Manager Josef Ackermann, dem Chef der Deutschen Bank.
 
Aus dem Umfeld der größten Deutschen Bank ist derzeit zu vernehmen, dass sich das Institut freiwillig an der Rettungsaktion für Griechenland beteiligen will. Rund eine halbe Milliarde Euro will die Deutsche Bank den Berichten zufolge selbst locker machen. Allein ist das Unternehmen aber nicht. Denn aktuelle Meldungen spekulieren darauf, dass Ackermann auch etliche andere deutsche Konzerne mit in das Projekt einbeziehen will. Die ersten beiden Zusagen soll es inzwischen gegeben haben. So wollen mutmaßlich die beiden Versicherungskonzerne Münchner Rück und die Allianz ebenfalls mit eigenen Beteiligungen an den Darlehen zu partizipieren, um das Rettungspaket mit zu unterstützen. Gemeinsam könnten die drei Akteure bereits eine Kreditsumme von einer Milliarde Euro in Richtung Griechenland senden. Angeblich will die Allianz eine Summe in Höhe von 300 Millionen Euro bereitstellen, während die Münchner Rück immerhin 200 Millionen Euro geben will.
 
Angeblich gleiche Konditionen wie bei Regierungs-Hilfen vorgesehen
 
Damit jedoch nicht genug. Schon jetzt kursieren weitere Spekulationen darüber, dass es dem Deutsche Bank-Chef bereits gelungen sei, auch den Autohersteller Daimler und den Technologie-Konzern Siemens mit an Bord geholt zu haben. So könnte die deutsche Industrie zusätzlich zur deutschen Bundesregierung eine wichtige Stütze für den maroden griechischen Staatshaushalt werden. 
 
Das eigentlich Besondere an den aktuellen Berichten ist vor allem, dass die Unternehmen entgegen vielen bisherigen Stellungnahmen aus der Wirtschaft über den Erwerb griechischer Staatsanleihen zur Hilfe eilen könnten. Und zwar nicht zu den überhöhten Kreditkonditionen, die bei den Anleihen des Landes inzwischen über die Risikozuschläge nach der wiederholten Rating-Verschlechterung üblich sind. Sollten sich die Gerüchte bestätigen, bekäme Griechenland auch von den deutschen Firmen Darlehen zu den gleichen vergleichsweise günstigen Bedingungen, die auch die Bundesregierung und die anderen Länder in der EU und der Euro-Zone bei der Bereitstellung der Kreditsummen zugrunde legen.

Laut der Welt am Sonntag könnten die Kredite von Seiten der Unternehmen nicht zusätzlich nach Griechenland fließen. Dort heißt es vielmehr, die Unternehmen würden in der besagten freiwilligen Höhe anteilig Summen aus dem Topf übernehmen, die Deutschland insgesamt an Griechenland zu überweisen hat auf Basis der europäischen Vereinbarungen.

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