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Der Gewinn der Bundesbank sinkt deutlich

09.03.2010 - Der Gewinn der Bundesbank sinkt deutlich


Im vergangenen Jahr verzeichnete die deutsche Bundesbank einen sehr deutlichen Gewinnrückgang. Im Jahr 2009 erwirtschaftete sie nur einen Gewinn in Höhe von 4,1 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte die deutsche Bundesbank noch ein Plus in Höhe von 6,3 Milliarden Euro erzielen können. Somit brach der Gewinn innerhalb eines Jahres um rund ein Drittel ein. Den bislang größten Gewinn erzielte die Bundesbank mit 12,4 Milliarden Euro im Jahr 1997.
Niedrige Zinsen als Grund für den Gewinnrückgang
Ein entscheidender Faktor für den deutlichen Rückgang des Gewinnes ist in den niedrigen Zinsen zu sehen. Im vergangenen Jahr lag der Leitzins auf einem Rekordtief. Die Leitzinsen verharrten seit Mai 2009 auf einem historischen Tiefstand von einem Prozent. Wegen der Finanzkrise hatten die Zentralbanken weltweit ihre Leitzinsen deutlich gesenkt. Durch den niedrigen Leitzins konnten sich die Geschäftsbanken zu günstigen Preisen bei der Bundesbank Geld beschaffen. Das hat aber im Gegenzug die Gewinne der deutschen Bundesbank deutlich nach unten gedrückt. Denn die Zinserträge sind die wichtigste Einnahmequelle der Bundesbank.
In diesem Jahr die konnte die Bundesbank Zinserträge in Höhe von 7,6 Milliarden Euro einnehmen. Im Vorjahr lagen die Zinserträge mit 16,9 Milliarden Euro noch deutlich höher. Gleichzeitig musste aber die Bundesbank selber mit 3,5 Milliarden Euro deutlich weniger Geld für Zinsen aufwenden. Im vergangenen Jahr standen noch Zinsaufwendungen in Höhe von 8,5 Milliarden Euro auf der Kostenseite. Der Nettozinsertrag halbierte sich somit innerhalb des letzten Jahres von 8,4 Milliarden Euro auf nur noch 4,2 Milliarden Euro. Im Geschäft mit Gold, Fremdwährungen und Wertpapieren erwirtschaftete die deutsche Bundesbank zusätzlich 0,7 Milliarden Euro. Durch Einnahmen aus Beteiligungen konnten nochmals 0,6 Milliarden Euro erzielt werden.
Gewinn wird teilweise zur Schuldentilgung verwendet
Besonders hart trifft der Gewinnrückgang den Bundeshaushalt, da die Gewinne der Bundesbank maßgeblich in den Bundeshaushalt einfließen. Die Gewinne der Bundesbank sind schon seit Jahrzehnten eine wichtige Einnahmequelle für den Bund. Der größte Anteil des Gewinns in Höhe von 3,5 Milliarden Euro wandert auch in diesem Jahr in den Bundeshaushalt. Die verbleibenden 0,6 Milliarden Euro werden verwendet, um die durch die laufenden Konjunkturpakete entstandenen Verbindlichkeiten zu tilgen. In den Folgejahren soll der Gewinnanteil, der direkt in den Haushalt wandert, stetig verringert werden. Stattdessen soll ein größerer Anteil für die Tilgung von Schulden verwendet werden. So sind ab dem Jahr 2012 nur noch 2,5 Milliarden Euro des Bundesbankgewinns für den aktuellen Bundeshaushalt eingeplant. Der Rest soll dann zur Verringerung der Staatsschulden verwendet werden.

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