Sie sind hier: ratenkredit-anbieter.de > News Donnerstag, den 09. Februar 2012

Datenklau bei Kreditkarten – Banken mit umfangreichen Tauschaktionen

18.11.2009 - Datenklau bei Kreditkarten – Banken mit umfangreichen Tauschaktionen
 
Schon seit mehreren Wochen nehmen unterschiedliche Banken und Kreditkartengesellschaften Umtauschaktionen vor, bei denen ihre Kunden mit neuen Kreditkarten mitsamt den passenden Kreditkartennummern ausgetauscht werden. Den Anfang macht bereits vor Wochen Anfang Oktober die KarstadtQuelle Bank. Inzwischen sahen sich auch Anbieter wie die Commerzbank und Barclaycard gezwungen, einen Kartentausch vorzunehmen. Zuletzt bestätigte auch die Deutsche Lufthansa, dass man im Rahmen des Miles-and-More-Programmes Tausende Karten ersetzen müsse.
 
Die Begründungen und Beschwichtigungen sind stets dieselben. So seien die Kartenbesitzer betroffen, die in den vergangenen Monaten des Jahres 2009 in Spanien mit ihrer Kreditkarte bezahlt haben. Auslöser der Probleme soll ein einzelner spanischer Anbieter von Bezahldienstleistungen gewesen sein. Um welches Unternehmen es sich handelt, dazu äußern sich die Banken und Kreditkartengesellschaften bisher nicht mit dem Hinweis auf laufende Ermittlung. Sicher ist jedenfalls, dass die Daten von Tausenden (deutschen) Kreditkartenkunden widerrechtlich kopiert sein sollen. Bei den Opfern des Datendiebstahls handelt es sich nach bisherigen Informationen ausschließlich um Nutzer von Visa- und MasterCard-Kreditkarten.
 
Selbst den Kontakt zur Kreditkartengesellschaft suchen als Verbraucher?
 
Zunächst hatte der BVR, der genossenschaftlichen Bankenverbandes von etwa 60.000 Kunden gesprochen, deren Karten von den Ermittlungen wegen Datendiebstahls betroffen seien. Inzwischen sprechen Branchenkenner und Verbraucherschützer von einer Menge von mehr als 100.000 Kreditkarten, die insgesamt ausgetauscht werden müssen. Dass die Banken den umfangreichen Umtausch immer wieder als bloße Vorsichtsmaßnahme bezeichnen, sorgt etwa bei der Verbraucherzentrale NRW nicht unbedingt für Ruhe. Sorgen macht man sich dort eher deshalb, weil etwa die Citibank bereits äußerte, die eigenen Kunden nur dann über den Datenmissbrauch informieren zu wollen, wenn es zu einem wirklichen Zwischenfall mit den kopierten Kartendaten gekommen ist. Für Datenschützer eine skandalöse Vorgehensweise.
 
Dementsprechend raten die Verbraucherzentralen den Nutzern der besagten Kreditkarten dazu, sich eigenständig bei ihren Kartenanbietern zu melden, um für klare Verhältnisse zu sorgen und nicht darauf zu warten, bis sie irgendwann vielleicht doch per Post über einen Schadensfall benachrichtigt werden. In jedem Fall ist der Zwischenfall für die Kritiker des Zahlungsmittels Kreditkarte ein Beweis dafür, dass das momentane System nicht die hohe Sicherheit bieten kann, die von den Anbietern so häufig betont wird.
 
Für die Karteneigentümer, die sich bisher auf die Sicherheitsmaßnahmen ihrer Anbieter verlassen haben, ist der Austausch der Kreditkarten möglicherweise der Beginn eines deutlich vorsichtigeren Umgangs mit dem Bezahlformat, das vor allem im Internet inzwischen zunehmend freizügiger eingesetzt wird, ohne dabei an die Gefahr eines Zugriffs durch Unbefugte zu denken.
 

Anzeigen





Newsletter


Ratenkredit-Anbieter.de Newsletter informiert
über:

- Aktuelle Finanzthemen
- Staatliche Förderungen
- Kreditzinsen - Kreditkarten
- Kostenlose Girokonten
abbonieren!