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ADAC bezeichnet All-inclusive-Finanzierungen als nachteilig

07.08.2010 - ADAC bezeichnet All-inclusive-Finanzierungen als nachteilig


Im Bereich der Autofinanzierung gibt es schon seit Ewigkeiten den Streit um die interessanteste Lösung, wobei eine Händlerfinanzierung gegen den Barkauf über einen vorher aufgenommenen Autokredit antritt. Nun bieten die Autohändler schon länger weitere Möglichkeiten der Finanzierung an, die allgemein als All-inclusive-Modelle oder Flatrate-Finanzierung bezeichnet werden. Dabei geht es um Angebote, die eine Finanzierung, eine passende Kfz Versicherung, die Fahrzeugwartung und eine Mobilitätsgarantie enthalten. Bei diesen Angeboten muss sich der Kunde eigentlich um nichts mehr kümmern und hat mehrere Jahre Ruhe. Was auf den ersten Blick sehr gut aussieht, wird vom ADAC allerdings scharf kritisiert, der nach wie vor den Barkauf mit Rabatten für die günstigste Lösung hält.

Nach Probeberechnungen sieht der ADAC All-inclusive-Finanzierungen kritisch

Der ADAC hat nach Berechnung von drei All-Inclusive-Finanzierungen verschiedene Kritikpunkte aufgezeigt, denn die Kunden würden durch diese Modelle draufzahlen, hieß es. Dies liege hauptsächlich daran, dass die Händler für die Zahlungen letztlich immer den Listenpreis heranzögen und es somit keinerlei Rabatte gebe. Ein Barkauf mit entsprechenden Barzahler-Rabatten sei somit die günstigere Alternative und spare einiges an Geld. All-inclusive-Finanzierungen seien bestenfalls für die Autofahrer interessant, die sich so wenig wie möglich mit diesen Themen beschäftigen möchten, so der ADAC.

CAR-Studie kommt zu einem anderen Schluss

Der Darstellung des ADAC wird von Seiten des Center Automotive Research (CAR) widersprochen, denn das Institut von Professor Dudenhöffer hat eine Studie veröffentlicht, nach der es über 27 All-Inclusive-Finanzierungen gibt, die einen Rabatt von 20% zur Verfügung stellen. Ferner würden über 149 Angebote immerhin noch einen Rabatt von 10% einräumen, hieß es weiter. Die Untersuchung des ADAC ist nach Aussage von Professor Dudenhöffer daher als problematisch einzustufen, da nur 3 Angebote untersucht wurden und man eine gewisse Befangenheit ebenfalls nicht ausräumen könne. Durch die All-inclusive-Finanzierungen würde nämlich die Pannenhilfe angegriffen, die bekanntermaßen das Kerngeschäft des ADAC darstelle, erklärte Dudenhöffer.

ADAC kontert Dudenhöffers Kritik

ADAC-Sprecher Maximilian Maurer konterte die Kritik Dudenhöffers und verwehrte sich gegen den Vorwurf der Befangenheit, denn in vielen Fällen würde der ADAC ja die Pannenhilfe für die Händler übernehmen. Zudem seien Komplett-Finanzierungen nicht sehr gut vergleichbar, was vor allem an den vielen Aspekten der Kfz Versicherungen liege. Die Barzahlung bringe nach der ADAC-Untersuchung durchschnittlich einen Kostenvorteil zwischen 5 und 10% mit sich, die man nutzen sollte. Es bleibt nun abzuwarten, ob sich die All-inclusive-Finanzierungen unter dem Strich durchsetzen können oder ob der gute alte Barkauf auch weiterhin die meist genutzte Lösung bleibt.          

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