Ab 2011 doppelt so viele Fördermittel für Gebäudesanierung geplant
27.09.2010 - Ab 2011 doppelt so viele Fördermittel für Gebäudesanierung geplant
Wer 2010 sein Haus sanieren wollte, um damit eine bessere Energieeffizienz durch Wärmedämmung und ähnliche Maßnahmen zu erreichen, konnte dafür staatlich geförderte Kredite von der KfW in Anspruch nehmen, die durch entsprechend günstige Zinsen besonders vorteilhaft sind. Leider musste vor kurzem verkündet werden, dass in diesem Jahr keine weiteren Finanzierungen und Zuschüsse vergeben werden können, da die von der Bundesregierung zur Verfügung stehenden Mittel bereits aufgebraucht worden sind. Diesem Problem möchte die Bundesregierung nun entgegenwirken, indem für nächstes Jahr eine Summe von knapp 1 Milliarde Euro für solcherlei Förderungen zur Verfügung gestellt wird.
Die neue Regelung steht der ursprünglichen Haushaltsplanung entgegen
Ursprünglich hatte die Bundesregierung in ihrem Haushaltsentwurf durch den allgemeinen Sparzwang nur 450 Millionen Euro für diesen Posten eingeplant, sich jedoch nach Vorstellung des Energiekonzeptes offenbar anders entschieden. Nach Aussage eines Regierungsvertreters gegenüber der Nachrichtenagentur „Reuters“ soll das Geld aus dem allgemeinen Haushalt direkt dem Bauressort zu Gute kommen. Der Mieterschutzbund kritisierte den Vorschlag in der jetzigen Form, da auf diesem Weg auch der Ersatz eines Altbaus durch einen Neubau finanziert würde, was jedoch Verschwendung des Geldes der Steuerzahler sei, zumal die Kosten oft auf die Mieter abgewälzt würden, hieß es vom Mieterpräsident Franz-Georg Rips dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe).
In Zukunft sollen Sanierungen noch intensiver gefördert werden
Für die Zukunft ist geplant, dass auch Mittel aus dem Öko-Fonds in die Förderung für Gebäudesanierungen fließen sollen. Dieser Öko-Fonds wird für die Zahlungen der AKW-Betreiber eingerichtet, die im Gegenzug für die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke geleistet werden müssen. Dazu kommen künftig auch noch Erlöse aus dem Verkauf von Verschmutzungsrechten, so dass ab 2013 unter Umständen mit einer noch höheren Förderungssumme für die Gebäudesanierung zu rechnen ist. Es bleibt natürlich abzuwarten, ob diese Gelder dann auch in Anspruch genommen werden, aber der konzeptionelle Ansatz klingt vielversprechend.
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