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Ab Juli verschwindet die Marke Dresdner Bank vom Markt

20.04.2010 - Ab Juli verschwindet die Marke Dresdner Bank vom Markt

Bereits im Juni des vergangenen Jahres hatte die Commerzbank die Dresdner Bank von der Allianz übernommen. Für die Kunden der Dresdner Bank änderte sich anfangs nicht viel. Die Marke Dresdner Bank wurde zunächst beibehalten. Dies soll sich jedoch zukünftig ändern. Nach Vorgabe des Managements soll die Marke Dresdner Bank bald aus der Bankenlandschaft verschwinden. Die beiden Banken sollen zukünftig unter dem einheitlichen Namen Commerzbank firmieren. Das grüne Logo der Dresdner Bank soll durch das gelbe Logo der Commerzbank ersetzt werden. Zu diesem Zweck hat man nach der Übernahme der Dresdner Bank auch dem gelben Logo der Commerzbank ein neues Design verschafft. Dabei verwendet man weiterhin das Band der Dresdner Bank, das jedoch jetzt gelb eingefärbt wurde. Die Veränderungen bei der Dresdner Bank beschränken sich aber nicht nur auf einen Wechsel von Namen und Logo, sondern die Kunden sollen bereits im Sommer neue EC-Karten der Commerzbank erhalten.
Aber auch bei den bestehenden Filialen der Commerzbank soll es nach dem Willen des Managements in naher Zukunft einige Veränderungen geben. So ist im Zuge der Integration der Dresdner Bank auch eine Rundumerneuerung des gesamten äußeren Erscheinungsbildes aller Bankfilialen geplant. Dabei soll insbesondere die angestaubte Ausstattung vieler Filialen modernisiert werden.
Schließung einiger Filialen
Neben den optischen Veränderungen kommen aber auch negative Konsequenzen der Bankenübernahme auf einige Kunden zu. So ist nämlich die Schließung einer ganzen Reihe von Filialen geplant. Momentan verfügt der aus Commerzbank und Dresdner Bank zusammengesetzte Bankkonzern noch über 1600 Bankfilialen in Deutschland. Das Management des Konzerns beabsichtigt jedoch, sein Filialnetz um 400 Filialen zu reduzieren. Die gilt insbesondere für die Standorte, an denen Filialen von Commerzbank und Dresdner Bank in direkter Nähe zusammen liegen. Die Schließung der betroffenen Filialen ist allerdings erst für das Jahr 2011 geplant. Diese zeitliche Verzögerung resultiert aus Schwierigkeiten bei der Umstellung der IT-Systeme. Zunächst müssen nämlich beide Systeme zusammengeführt werden. Danach erst kann in allen Filialen auch ein einheitliches Portfolio an Produkten und Leistungen angeboten werden.
Die Commerzbank erhofft sich, durch die Integration der Dresdner Bank Kosten einzusparen. In diesem Jahr können die Kosten aller Vorrausicht nach um 1,1 Milliarden Euro reduziert werden. Ab dem Jahr 2013 soll sich die Kostenersparnis sogar auf 2,4 Milliarden Euro belaufen. Gleichzeitig muss die Commerzbank durch die Übernahme aber auch weltweit 9000 Stellen streichen. Von den gestrichenen Stellen befinden sich allein 6500 in Deutschland. Bisher blieb die Zahl der Kunden trotz der Übernahme weitgehend stabil. Die Zukunft wird zeigen, wie die Kunden auf die kommenden Veränderungen reagieren werden.

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