Immobilienkredit berechen
Wie teuer darf die Immobilie überhaupt werden?Das Traumhaus ist schnell zu Papier gebracht. Doch kann man es sich auch leisten? Die Frage, die sich jeder stellen sollte, der ein Haus kaufen oder bauen möchte, lautet daher ganz einfach: Wie teuer darf die Immobilie werden? Den Rahmen vorher abzustecken, ist die wichtigste Aufgabe bei der Baufinanzierung und sollte dementsprechend in aller Ruhe und mit der nötigen Sorgfalt erledigt werden. Jeder noch so kleine Fehler kann im Laufe der Zeit dafür sorgen, dass der Traum vom Eigenheim zum Spießrutenlauf gerät und man im schlimmsten Fall auf der Straße steht.
Der Kassensturz bildet die Grundlage
Die Vorbereitung und Planung einer Baufinanzierung beginnt immer mit einem Kassensturz. Mit Block, Bleistift oder einem Tabellenkalkulationsprogramm werden im ersten Schritt die laufenden Einnahmen festgehalten. Bei vielen Verbrauchern wird zu diesem Part außer dem Einkommen nicht viel stehen. Vorsichtig sein sollte man bei Einnahmen, die nur zeitlich begrenzt oder nicht regelmäßig gezahlt werden, wie zum Beispiel Kinder- oder Urlaubsgeld. Diese Beträge eignen sich zum Beispiel als Sicherheits-Reserve. Deutlich länger ist in der Regel die Liste mit den Ausgaben. In die Kalkulation muss alles einfließen, von der Miete und den Lebenshaltungskosten über Versicherungen bis hin zu den Beiträgen für den Kindergarten und Vereine sowie Zigaretten, Kino- und Restaurantbesuche. Um ein kleines Polster zu haben, raten Finanzierungsexperten, auch unvorhergesehene Ausgaben mit einem festen Betrag zu berücksichtigen.
Finanzierungspotenzial ermitteln
Die Differenz von Einnahmen zu Ausgaben und die aktuelle Kaltmiete ergeben die Summe, die monatlich maximal für eine Baufinanzierung aufgebracht werden kann. Diesen Betrag voll auszuschöpfen, wäre falsch. Denn auf den Punkt genau lässt sich kein Kauf- oder Bauvorhaben kalkulieren. Besser, man hat noch ein wenig Kapital in der Hinterhand, falls das geplante Budget nicht ausreicht. Mit diesem Wert, der auch als Finanzierungspotenzial bezeichnet wird, hat man einen der Eckpfeiler, um berechnen zu können, wie teuer die Immobilie werden darf.
Eigenkapital: 20 bis 30 Prozent sollten es sein
Hinzu kommt das Eigenkapital. Inzwischen ist zwar eine Vollfinanzierung möglich, stellt aber nach wie vor ein schwieriges Unterfangen dar. Grundsätzlich wird empfohlen mindestens 20 bis 30 Prozent Eigenkapital mitzubringen. Dazu zählen Sparguthaben ebenso wie Aktien- und Grundbesitz. Auch die Muskelhypothek, also die Eigenleistung, kann als Eigenkapital eingerechnet werden. In diesem Punkt sollte man allerdings realistisch bleiben. Sich zu viel zuzumuten erweist sich oft als Fehler.
Genau kalkulieren
Stehen Finanzierungspotenzial und Eigenkapital fest, lässt sich ermitteln, was das Haus kosten darf. Am einfachsten ist es mit einem Finanzierungsrechner. Er gehört zu den gängigen Tools, die von vielen Baufinanzierungsanbietern bereitgestellt werden. Einen ersten Überblick kann man sich auch anhand von Faustformeln verschaffen. Eine lautet – ausgehend von einem Zins von ungefähr 6,0 Prozent und 1,0 Prozent Tilgung: Je 50 Euro, die monatlich gezahlt werden können, sind 7.500 Euro Darlehen möglich. Bei 900 Euro im Monat, wären das 135.000 Euro plus Eigenkapital. Diese Berechnung ist allerdings eher ungenau. Besser geeignet ist folgende Formel: Monatliche Rate x 12 x 100 geteilt durch Nominalzins plus Tilgungssatz. Beispiel: 900 Euro x 12 x 100 / (5,5 + 1,5) = 154.285,71 Euro. Auch dieser Betrag muss um das Eigenkapital aufgestockt werden. Am sichersten sind nach wie vor die Rechner, die online zur Verfügung stehen, oder man spricht mit einem Finanzierungsexperten. Denn gerade bei der Baufinanzierung sollte man nichts dem Zufall überlassen.
Anzeigen
Newsletter
Ratenkredit-Anbieter.de Newsletter informiert
über: