Sie sind hier: ratenkredit-anbieter.de > Ratenkredit Vergleich > Anschlussfinanzierung Donnerstag, den 24. April 2014

Anschlussfinanzierung



Für viele Verbraucher sind die Inangriffnahme eines Bauvorhabens oder der Erwerb einer Wohnimmobilie der Schritt zur Umsetzung eines großen Lebenstraums. Denn die wohnliche Unabhängigkeit und die Loslösung von Mietzahlungen verschafft die wohl größtmögliche Eigenständigkeit, die man sich nur vorstellen kann. Wichtige Gründe für Familien sind dabei nicht nur die Entscheidungsfreiheit als Eigentümer in allen Fragen des Wohnens. Oftmals sind es vor allem die stetig steigenden Mietpreise sowie die hohen Mietnebenkosten, die als letztes nötiges Argument für den Plan einer Baufinanzierung angeführt werden.
 
Nur den wenigsten Bauherren steht zum Zeitpunkt des Neubaus soviel Eigenkapital zur Verfügung, dass die anfallenden Kosten aus eigener Kraft übernommen werden können. So werden fast immer Baukredite in ihren unterschiedlichen Formen abgeschlossen, um den Traum vom eigenen Haus oder der eigenen Wohnung wahr werden zu lassen. Erstaunlicherweise berichten Experten immer wieder darüber, dass viele Verbraucher bei aller Planungsgenauigkeit und dem Ziel einer optimalen Kostenkontrolle bei der Baufinanzierung nur zu gerne einen wichtigen Aspekt außer Acht lassen.

 
Kreditnehmer häufig zu wenig selbstbewusst
 
Die Rede ist von der so genannten Anschlussfinanzierung. Darlehen in Größenordnungen, wie sie bei Baufinanzierungen meist die Regel sind, werden zu Beginn über bestimmte Zeiträume abgeschlossen. Hierbei werden die Zinssätze für die Immobilienkredite im Darlehensvertrag in Form einer Zinsbindung festgelegt. Wie der Name bereits erkennen lässt, ist für die Folgezeit eine Anschlussfinanzierung vorgesehen, die sich auf die Restschuld der bestehenden Immobiliendarlehen bezieht.
 
Ob es sich bei den Gründen für das Verhalten vieler Kunden nun um reine Bequemlichkeit oder eher um Unwissenheit handelt, muss unbeantwortet bleiben. Wahr ist jedoch, dass sich viele Bankkunden noch immer nur allzu gerne ohne langes Zögern nach Ende der Zinsbindung die Chance einer günstigeren Anschlussfinanzierung entgehen lassen, indem sie direkt und ohne Einholen weiterer Angebote beim bisherigen Anbieter zu gleichen Konditionen die Verlängerung des Kredites unterzeichnen.
 
Scheinbar ist so manchem Kreditkunden gar nicht bewusst, dass er oder sie das Recht hat, die Anschlussfinanzierung auch bei anderen Anbietern abzuschließen. Mit etwas Selbstbewusstsein können die Rahmenbedingungen somit neu gesteckt und im Glücksfall deutlich günstiger vereinbart werden. Dass Kunden gerne den bequemen Weg wählen oder schlicht keine Ahnung von ihren Freiheiten der Kreditnahme als Verbraucher wissen, liegt nicht zuletzt wohl auch daran, dass die Hausbank zum Ende der Laufzeit des betreffenden Immobilienkredits frühzeitig und ohne Aufforderung von Kundenseite ein Angebot zur Anschlussfinanzierung zusendet.
Was Kreditnehmer vielfach nicht wissen: Bei dieser Offerte handelt es sich weniger um ein großzügiges Entgegenkommen des bisherigen Kreditgebers. Vielmehr kommt die Bank mit diesem mehr oder weniger kundenfreundlich ihrer gesetzlichen Pflicht nach, ihre Kunden binnen einer Frist von drei Monaten vor Ende der Zinsbindung mitzuteilen, ob sie ihren Kreditnehmern überhaupt eine Anschlussfinanzierung anzubieten bereit ist. Dass die Banken diese Angebote mit dem Gütesiegel der Bequemlichkeit und vermeintlich günstigen Konditionen anpreist, ist strategisch nahe liegend. Aber leider nicht immer zutreffend.
 
Lohnender Einsatz des Kunden bei der Anschlussfinanzierung
 
Denn auch wenn es verlockend scheint, mit einer einzigen Unterschrift für die kommenden Jahre günstige Zinskonditionen zu erhalten, das beste Angebot findet sich für die Kunden bei einem solchen Vorgehen nur in Ausnahmefällen. Dies gilt insbesondere in der Zeit nach der internationalen Finanz- und Kreditkrise. Denn erkennen sollten Verbraucher die Prolongation – so der fachliche Terminus der Anschlussfinanzierung, wenn sie als Verlängerung bestehender Kreditverträge umgesetzt wird – als persönliche Chance zur Kreditoptimierung. Viele Darlehen bestehen bereits seit einer Zeit, in der die Zinssätze bei den Baudarlehen weitaus weniger günstig standen, als dies momentan bei nach und nach deutlich gesunkenen Rahmenbedingungen für die Immobilienfinanzierung realistisch ist. 
 
Je höher die Kreditsummen sind desto ratsamer ist es für die Darlehensnehmer, sich bei einem bevorstehenden Ende der Zinsbindung auf dem Markt umzusehen und möglichst viele Alternativ-Angebote einzuholen. Im Grunde ist dies der Moment einer Kreditoptimierung, mit der vormals weniger gute Konditionen für die Zukunft über eine Neuorientierung korrigiert werden kann.
 
Bisherigen Kreditgebern sicher gegenübertreten
 
Angesichts der Tatsache, dass die Anschlussfinanzierung aus rechtlicher Sicht faktisch nichts anderes als ein gänzlich neuer Kreditvertrag ist, sollten sich die Kreditnehmer niemals die Chance entgehen lassen, auf Basis der marktüblichen Konditionen neue Bedingungen für ihr individuelles Angebot auszuhandeln. Ein wichtiges Argument sollten die Kunden dabei gerade in den Gesprächen mit der Hausbank im Hinterkopf behalten. Auch für die Kreditinstitute bietet die Vertragsverlängerung einen bequemen Nebeneffekt. Die Prolongation ist mit deutlich weniger Arbeitsaufwand verbunden als die Anwerbung neuer Kunden.
 
Dementsprechend sicher sollten die Kunden in den Neuverhandlungen auftreten, um dem selbstsicheren Auftreten ein ebenso sicheres Fundament bieten zu können, sollten die Verbraucher sich frühzeitig mit der veränderten Situation auf dem Kreditmarkt auseinandersetzen. Nur wer genau weiß, was auf dem Sektor üblich ist und was er sich von seiner Anschlussfinanzierung verspricht, kann überzeugend auftreten. Vergessen dürfen Bankkunden allerdings ebenfalls nicht, dass die Banken ihrerseits nicht zwangsweise eine Anschlussfinanzierung anbieten müssen.
 
Wer als Kunde während der bisherigen Laufzeit des Immobilienkredites etwas von seiner früheren Bonität eingebüßt hat, sollte die Verhandelungen möglicherweise eher verhalten optimistisch angehen. Verweigert die Hausbank in solchen Situationen die Verlängerung des Darlehens, könnte sich die Lage zuspitzen, wenn etwa kein anderer Kreditgeber in Sicht ist, um die Finanzierung der Eigentumswohnung oder des Hauses wie gehabt fortsetzen zu können. Hat sich die persönliche finanzielle Situation nicht verschlechtert oder sogar verbessert, steht einem Verhandlungspoker mit stetem Verweis auf die Möglichkeit eines Anbieterwechsels eigentlich nichts mehr im Wege.
 
Professionelle Hilfe bei der Suche nach einer sinnvollen Anschlussfinanzierung
 
Viele Bankkunden fürchten mehr oder weniger berechtigt, den Überblick über die vielfältigen Angebote auf dem Markt für Kredite zu verlieren. Wer von derartigen Sorgen geplant ist, tut mitunter gut daran, einen der vielen unabhängigen Vermittler einzusetzen, der sein Fachwissen zum Wohle der Kreditnehmer anbietet und bei der Jagd nach dem besten Kredittarif für die Anschlussfinanzierung helfen kann. Vor allem bei großen Finanzierungssummen kann sich die Investition in einen solchen Experten ergänzend zur eigenen Kreditsuche durchaus anbieten. Hinsichtlich der möglichen Ersparnis durch gravierend bessere Kreditbedingungen sind die Ausgaben für die Hilfe des Kreditvermittlers vielfach lohnend. Dies liegt schon allein darin begründet, dass es den Profis immer wieder gelingt, im direkten Kontakt zu Banken bessere Tarife für Kredite auszuhandeln, als es Laien in Eigeninitiative erzielen werden. 

 
Wesentliche Kriterien für die Anschlussfinanzierung
 
Wer sich selbst zutraut, mit Banken in Verhandlungen zur Anschlussfinanzierung zu treten, sollte sich einige wesentliche Punkte bewusst machen und diese schon von Anfang an bei der Prüfung potentieller Angebote berücksichtigen. Ein erster Grundsatz sollte immer vor Augen sein: Auch minimale Zinsunterschiede können bei Immobiliendarlehen mit Finanzierungssummen über mehrere Hunderttausend Euro sehr wohl einen spürbaren Unterschied bei den Kreditkosten zur Folge haben. Gute Karten in den Verhandlungen haben die Kreditnehmer dann, wenn sie während der ersten Jahre der Darlehenslaufzeit einiges Eigenkapital angespart haben und dies nun als Eigenanteil mit in die Anschlussfinanzierung einbringen können.
 
Der zweite zentrale Punkt wurde bereits erwähnt. Hierbei handelt es sich um die rechtzeitige Beschäftigung mit der Thematik selbst. Studien zum Thema Immobilienfinanzierung allgemein und zur Anschlussfinanzierung speziell zeigen, dass sich viele Kreditnehmer erst kurzfristig vor Ende der Zinsbindung überhaupt mit der Frage nach der günstigsten Anschlussfinanzierung beschäftigen. Dass Zeitdruck jedoch kein guter Berater bei Kreditverhandlungen ist, liegt auf der Hand.
 
Erkennen sollten Kreditnehmer bei der Fortsetzung ihrer laufenden Immobilienfinanzierung auch, dass das eigentliche Zinsniveau nicht unbedingt der einzig wesentliche Punkt ist. Mindestens ebenso wichtig ist bei dieser Form der Umschuldung (um nichts anderes handelt es sich bei der Anschlussfinanzierung eigentlich, wenngleich der Begriff allgemein vor allem im Kontext der Schuldenbewältigung verwendet wird) auf die Kreditkriterien wie sinnvolle Tilgungsraten, Laufzeiten, erneute Zinsbindung und vor allem außerplanmäßige Sondertilgungen und daraus resultierende Konsequenzen für die Restschuld zu achten.
 
Sondertilgungen sind inzwischen bei den meisten Krediten wieder durchführbar, nachdem sie einige Jahre eher selten anzutreffen waren. Aus – wenigstens für die Kredite anbietenden Banken – logischen Gründen. Denn solche vorzeitigen Tilgungen lassen die Einnahmen aus den Zinsen für die Kreditgeber möglicherweise deutlich sinken. Wessen Kreditvertrag bisher keine Sondertilgungen vorsah, sollte nun spätestens bei der Anschlussfinanzierung auf eine solche Klausel wert legen, ohne dass die Kosten für Zahlungen dieser Art allzu hoch festgelegt werden.
 
Die Zinsbindung spielt auch hier eine wichtige Rolle. Idealerweise sollten die Vereinbarung keine Zeiträume von mehr als zehn Jahren beinhalten. Dies erklärt sich bereits mit Blick auf die Zinsentwicklungen der vergangenen paar Jahre. Es hat sich viel getan, wovon langfristig gebundene Kreditnehmer eigentlich nur träumen können.
 
Fazit zur Anschlussfinanzierung:
 
Betrachtet die im Mittelpunkt der Anschlussfinanzierung stehenden Aspekte, wird ersichtlich, dass Verbraucher auch hier auf alle üblichen Merkmale bei der Darlehensverhandlung schauen müssen. Obwohl es im Grunde nur um eine Verlängerung bisheriger Kredit-Laufzeiten geht, sind diese Vorhaben von den gleichen bedeutenden Rahmenbedingungen geprägt. Auch bei der Anschlussfinanzierung spielen Laufzeiten, Tilgungen, Zinssätze und Eigenkapital die Hauptrolle. Sinnvoll sind dabei vielfach Vereinbarungen mit kurzer Zinsbindung, bei denen die Verhandlungen in Abständen von wenigen Jahren neu aufgenommen werden können.
 
So können die Kreditnehmer den geringeren Finanzierungsbedarf und möglicherweise bessere Marktbedingungen direkt für sich als Pluspunkt in Verhandlungen ausspielen. Natürlich wirken sich auch negative Entwicklungen aus. So wird einmal mehr deutlich, dass Kreditverhandlungen in gewisser Weise auch ein Glücksspiel sind, bei dem Kreditkunden mit Gelassenheit, Geschick und dem nötigen Pokerface ihre Chancen auf schnelle Kreditbewältigung verbessern können.
 

Anzeigen

 

 

Newsletter


Ratenkredit-Anbieter.de Newsletter informiert
über:


- Aktuelle Finanzthemen
- Staatliche Förderungen
- Kreditzinsen - Kreditkarten
- Kostenlose Girokonten
abbonieren!